Glücksspiel in Deutschland: Lotto- und Toto-Block gegen Liberalisierung

Es ist noch gar nicht so lange her, da galt Lotto in Deutschland als das Glücksspiel schlechthin. Immerhin winken beim Lotto Millionengewinnen, die in dieser Höhe nicht so schnell in anderen Bereichen gewonnen werden können. Nichtsdestotrotz hat der Lotto- und Toto-Block in Deutschland mit einigen Problemen zu kämpfen. Die Spielerzahl ist rückläufig und das vor allem aufgrund der zahlreichen Angebote im Ausland. Das wiederum passt dem Lotto-Block überhaupt nicht, der nun wieder einmal den Ball zur Politik spielt.

Ohne Werbung keine Spieler?

In der Vergangenheit wurde der Deutsche Lotto- und Toto-Block nicht müde, seine besondere Stellung in der Gesellschaft hervorzuheben. Allerdings ist Torsten Meinberg, der Geschäftsführer des DLTB der Meinung, dass hier noch lange nicht alle „Geschütze“ aufgefahren werden. Wie auch, immerhin darf für das Lotto 6 aus 49 keine Werbung im öffentlichen Raum gemacht werden. „Andere Unternehmen würden ordentlich auf den Putz hauen und ihre guten Taten sofort nach außen stellen. Das tun wir aber nicht“, so Meinberg. Hätte der Block die Gelegenheit dazu, könnte die Sache allerdings durchaus anders aussehen.

Das Problem: Von gesetzlicher Seite aus ist die Werbung für Lotterien in Deutschland nicht zulässig. Im Detail heißt es dazu im Gesetz, dass die exzessive Werbung verboten wird, um das „Entstehen von Glücksspielsucht und Wettsucht zu verhindern.“ Gleichzeitig sei das Verbot auch deshalb ins Leben gerufen worden, um die „Bevölkerung in geordnete und überwachte Bahnen zu lenken“. Für den DLTB ist das durchaus ein Problem, schließlich kann das eigene Angebot der breiten Gesellschaft nicht über zusätzliche Werbung schmackhaft gemacht werden. Möglichkeiten hierfür wären aber vorhanden, immerhin fließen gut 40 Prozent der Einnahmen aus dem Lotto 6 aus 49 wieder zurück an die Bevölkerung – im sogenannten Gemeinwohlmodell.

Ausländische Unternehmen kennen kein Gemeinwohlmodell

Wie viel diese 40 Prozent unterm Strich ausmachen können, zeigt ein Blick auf das vergangene Jahr. Hier konnte der DLTB einen Umsatz von rund 7,05 Milliarden Euro erwirtschaften. Gute 2,8 Milliarden Euro wurden daraufhin an den Umweltschutz, Soziales und den Sport überwiesen. Etwas anders sieht die Sache allerdings bei ausländischen Lotto-Anbietern aus, welche im Prinzip als Vermittler bezeichnet werden müssen. Diese bieten kein direktes Spiel auf das deutsche Lotto an, dafür aber eine Art Wette. Die Kunden können den gleichen Betrag wie im regulären Lotto gewinnen, sparen sich aber oftmals Zusatzkosten. Der große Unterschied: Die ausländischen Unternehmen sind dem Gemeinwohlmodell gegenüber nicht verpflichtet und können die gesamten Gelder so vollständig in die eigene Tasche stecken – abgesehen von möglichen Steuern im Ausland.

Wenig überraschend fordert der DLTB daher die Politik wieder einmal auf, zu reagieren. Unterstützung gibt es dabei vom Deutschen Roten Kreuz, die gerade erst vor wenigen Tagen zu einer gemeinsamen Konferenz mit dem DLTB geladen haben. Für das Rote Kreuz ist der DLTB enorm wichtig, immerhin bilden die Fördergelder eine wichtige Grundlage der Finanzierung. DLTB-Chef Meinberg hat auch eine klare Meinung zu den ausländischen Anbietern und bringt diese mit der „Produktpiraterie“ in Verbindung. „Die Unternehmen gaukeln den Spielern vor, sie würden deutsches Lotto spielen. In Wirklichkeit gehen die Gelder komplett ins Ausland.“ Eine Aussage, die von der Glücksspielaufsicht durchaus unterschrieben werden kann. Allein im Jahr 2016 sind nach Angaben der Behörde fast 300 Millionen Euro ins Ausland gewandert. Die meisten Unternehmen der Branche sitzen dabei auf Malta oder Gibraltar. Zuspruch gibt es zudem wenig überraschend vom DRK-Generalsekretär Christian Reuter: „Das sind natürlich Gelder, die der Wohlfahrtsarbeit fehlen. Denn es ist eine Illusion zu glauben, dass Vater Staat mehrere hundert Millionen einfach nachschießt.“

Entwicklung in Deutschland schlecht für Lotterien?

Gut für den DLTB ist in diesem Zusammenhang, dass die Regulierung für das Glücksspiel in Deutschland überarbeitet werden soll. Schlecht ist allerdings, dass die Entwicklung möglicherweise in eine ganze andere Richtung verlaufen könnte. Immer wieder wurden zuletzt Stimmen laut, die fordern, den Markt für private Anbieter zu öffnen und so zu verhindern, dass diese ihre Produkte vom Ausland aus anbieten. Ganz so einfach ist die Umsetzung in diesem Fall allerdings nicht. Schleswig-Holstein hat zum Beispiel eine ganze eigene Regulierung ins Leben gerufen und sträubt sich dementsprechend gegen die Pläne der anderen Bundesländer. Diskutiert wurden daher zuletzt Netzsperren, mit denen die Zahlungsströme ins Ausland blockiert werden sollen. Experten allerdings sehen hier gerade im Zusammenhang mit dem Datenschutz einige horrende Probleme. Fortan wird sich auf dem Markt also erst einmal nichts verändern und der Druck auf den Lotto-Block weiter zunehmen. Eine vorläufige Entscheidung in dieser Thematik könnte allerdings schon Ende Oktober gefällt werden.

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Bildquelle: Hermann @ Pixabay

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