Glücksspiel-Elemente in Videogames: USK verzichtet auf Verbot

Glücksspiel Lizenz

Immer mehr Videospiele werden von den Entwicklern mit Systemen und Mechaniken aus dem Glücksspiel ausgestattet. Eingesetzt wird oftmals echtes Geld, mit dem virtuelle Gewinne wie zusätzliche Ausrüstung oder besondere Spieler eingefahren werden können. Kritiker sehen hierin vor allem ein Glücksspiel für Jugendliche und Kinder. Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) als zuständige Prüfstelle für die Alterseinstufung sieht dies allerdings etwas anders. Ein Verbot der betroffenen Titel für Kinder und Jugendliche wird es nicht geben.

Glücksspiel-Elemente rufen Jugendschützer auf den Plan

Schon mit dem Verkauf von Videospielen nehmen die Entwickler der Titel eine Menge Geld an. Dieser Verdienst kann allerdings durch die sogenannten In-Game-Käufe gesteigert werden. Hierzu gehören auch die sogenannten Lootboxen, mit denen Spieler nach dem Zufallsprinzip besondere Belohnungen erhalten können – oder eben auch nicht. Auf sich aufmerksam gemacht hat in diesem Zusammenhang zum Beispiel der Titel GTA 5, in welchem ein virtuelles Casino mit Spieltischen und Automaten zu finden ist. Während dieser Titel allerdings nicht ohne Altersbeschränkung verkauft wird, sieht es bei der Sport-Simulation „NBA2K20“ etwas anders aus. Eine Altersbegrenzung gibt es hier nicht, obwohl offensichtlich Elemente des Glücksspiels vorhanden sind.

Spieler können hier an einer virtuellen Spielautomaten besondere Spieler gewinnen oder ihr Glück an einem Glücksrad auf die Probe stellen. Da keine Altersbeschränkung vorgegeben wird, kann das Spiel ab 0 Jahren gespielt werden. Jugendschützer haben das kritisiert, denn in ihren Augen werden Kinder und Jugendliche zu früh mit den Elementen des Glücksspiels in Verbindung gebracht. Derartige Titel sollten in den Augen der Jugendschützer daher nur an Erwachsene verkauft werden.

Ähnlichkeit ja, aber nicht identisch

Dem widersprochen hat jetzt die offizielle Prüfstelle für die Alterseinstufung, die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK). Diese erklärte in einem Statement, dass zwar gewisse Ähnlichkeiten zum „echten“ Glücksspiel vorhanden sei, es sich aber trotzdem um etwas Anderes halte. Die Prüfstelle bezieht sich dabei auf das Glücksspielgesetz und erklärt, dass die definierten Punkte im Gesetz in diesem Fall nicht erfüllt sein. Folglich könne man die Titel für Kinder und Jugendliche nicht verbieten.

Gleichzeitig räumte die USK ein, dass es an dieser Stelle an der gesetzlichen Handhabe fehle. Da der Gesetzgeber derartige Mechaniken noch nicht reguliert habe, könne man nicht anders, als diese zuzulassen. Allerdings gab die USK allen Eltern in ihrem Statement noch mit auf den Weg, dass diese das Spiel der Kinder an Konsolen oder dem Computer überwachen sollten. Gleichzeitig könnten die Eltern gewisse Bereiche für die Kinder unzugänglich machen und so für mehr Sicherheit im Kinderzimmer sorgen – auch in der virtuellen Welt.

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