GamStop: Casino-Werbung statt Suchtbetreuung

Die GamStop ist mit ihrer Arbeit als Suchtberatungsstelle rund um das Glücksspiel in Großbritannien eine der wichtigsten Einrichtungen überhaupt. Allerdings gibt es in Großbritannien jetzt auch eine Menge Ärger. Suchen Spieler nach der Einrichtung, wird ihnen offensichtlich Werbung von Online-Casinos vorgestellt. Das sorgt für Kritik an den Werbemaßnahmen von Google, denn Problemspieler könnten auf diesem Wege wohl schnell wieder in Versuchung gelangen.

Statt Hilfe gibt es Bonusangebote

Auf den Internetriesen Google kommt in Großbritannien eine Menge Ärger zu. Ausgehend für diesen ist die Suche eines Users, der offenbar über Google nach der GamStop gesucht hat. Bei der GamStop handelt es sich um eine Hilfseinrichtung für Problemspieler, mit der sich diese für die Glücksspielangebote sperren können. Anschließend können sie zumindest bei den Anbietern, die am GamStop-Programm teilnehmen, keinerlei Einsätze mehr platzieren. Das Problem: Statt der Selbstausschluss-Webseite wird den Benutzern in Großbritannien an erster Stelle in den Google-Ergebnissen Werbung angezeigt. Dabei handelt es sich jedoch nicht um irgendeine Werbung, sondern um Werbung für Online Casinos.

Und damit nicht genug.  Wie ein User bei Twitter berichtet, würde die Werbeanzeige des Top-Treffers lauten: „Not on Gamstop Popular Sites – Get 300 percent Bonus“. Übersetzt also: „Webseiten, die nicht am GamStop-Programm teilnehmen – holen Sie sich 300 Prozent Bonus“. Klickt ein User auf die Werbeanzeige, werden im weiteren Verlauf unzählige Bonusangebote von verschiedenen Glücksspielanbietern aufgeführt. Statt Hilfe bekommen die Spieler also Bonusangebote, was im schlimmsten Fall fatale Folgen haben kann. Problemspieler könnten so in Versuchung kommen, statt der Selbstsperre doch lieber eine Anmeldung bei einem weiteren Glücksspielanbieter auszufüllen.

Eine Menge Ärger im Anmarsch

Wer genau die Schuld an dieser laut Labour-Abgeordneten Carolyn Harris „unmoralischen“ Werbung trifft, muss jetzt geklärt werden. Zahlreiche Kritiker hatten sich umgehend auf den Internetriesen Google eingeschossen und diesem vorgeworfen, noch immer mit der Werbung von Glücksspielanbietern Geld zu verdienen. Google selbst wiederum gab an, dass man auf einer Plattform Adwords alle entsprechenden Konten gesperrt habe. Auch Harris erklärte, dass Google nicht unbedingt allein in der Kritik stehe. Vielmehr sei das Unternehmen Opfer der Kreativität und Skrupellosigkeit der Glücksspielunternehmen geworden. Vorgeworfen wird einigen Anbietern schon seit geraumer Zeit, die Schutzsysteme und Anlaufstellen zu umgehen und so gezielt Problemspieler anzusprechen.

Das wiederum führte umgehend zu einer Mitteilung des britischen Betting an Gaming Council, welches sich in diesem Zusammenhang schützend vor die eigene Branche stellte. Auf Twitter teilte das Council mit: „In Großbritannien lizenzierte Betreiber werben nicht mit Suchbegriffen, die mit Wörtern verknüpft sind, mit denen Menschen nach Hilf suchen. Alle nicht in Großbritannien lizenzierten oder verpartnerten Unternehmen, die Begriffe wie GamStop verwenden, müssen gestoppt werden. Wir werden darüber mit den zuständigen Stellen beraten und die Suchmaschinen dazu drängen, die Verbote für bestimmte Suchbegriffe zu intensivieren.“ Wie genau nun mit dem aktuellen Fall umgegangen wird, liegt auch in der Entscheidungsgewallt von Carolyn Harris. Diese ist nicht nur Abgeordnete der Labour-Partei, sondern auch Vorsitzende einer parteiübergreifenden Arbeitsgruppe zum Thema Spielschäden.

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