Gambling Commission: Spielerbeschwerden wegen Auszahlungshürden

In Großbritannien sind die Spieler mit ihrer heimischen Glücksspielbranche eigentlich sehr gut bedient. Die Auswahl ist groß und unzählige seriöse Anbieter stellen ihre Angebote zur Verfügung. Allerdings stellt die strenge britische Gambling Commission immer wieder kleinere und teilweise auch größere Verstöße bei den Unternehmen fest. Aktuell häufen sich zum Beispiel die Beschwerden der Spieler darüber, dass ihnen die Casinos bei den Auszahlungen zu viele Hürden in den Weg legen würden. Ein Problem, welches die Gambling Commission jetzt gemeinsam mit der britischen Marktaufsichtsbehörde (CMA) genauer unter die Lupe nehmen möchte.

Auszahlung wird zur Irrfahrt

Mehr als 1.000 Spieler haben sich laut der britischen Gambling Commission bereits bei der Behörde darüber beschwert, dass ihnen im Casino zu viele Steine bei der Auszahlung in den Weg gelegt würden. Aus diesem Grund hat sich die Gambling Commission nun dazu entschieden mit der CMA einen gemeinsamen Maßnahmenkatalog ins Leben zu rufen. Wie die Behörden mitteilten, wolle man so gegen gewisse Anbieter vorgehen. Betont wurde dabei, dass es sich lediglich um eine „bestimmte Anzahl von Online Glücksspielunternehmen“ handele. Die Position der Behörden ist dabei ziemlich klar: Spieler sollten zu jedem Zeitpunkt einen uneingeschränkten Eingriff auf das eigen Geld haben. Ganz gleich, ob es sich um die Auszahlung eines Gewinnes oder die Rückbuchung des eingezahlten Guthabens handele. Aus diesem Grund sollen alle unnötigen Verkomplizierungen des Auszahlungsverfahrens künftig sanktioniert werden. Betroffen sind davon nicht nur unnötige Strukturen in der Auszahlungs-Software, sondern auch in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Diese wurden von den Unternehmen in der Vergangenheit gerne dazu genutzt, um sich bei äußerst fragwürdigen Entscheidungen abzusichern. Interessant dürfte in diesem Zusammenhang auch sein, wie die Bonusangebote künftig gestaltet werden. Immerhin ist dabei in der Regel vorgesehen, dass das eingezahlte Geld der Spieler für eine gewisse Zeit blockiert wird und diese eben keinen Zugriff darauf haben.

Dass die Behörden mit ihrer neuerlichen Arbeit einen gewissen Druck auf die Branche aufbauen, ist nicht nur bekannt, sondern auch gewollt. Brad Enright, der Direktor der britischen Gambling Commission erklärte dazu, dass es für die Anbieter eine Quelle der Verlegenheit sein müsse, dass die Behörden nun erneut eingreifen müssten, um die Spieler zu schützen. Darüber hinaus erklärte Enright, dass die Casinos ihre Praktiken und Bedingungen genauestens anschauen und hinterfragen sollten.

Konkrete Pläne im Katalog stehen bereits

Zumindest gewisse Teile aus dem neuen Maßnahmenkatalog sind auch bereits bekannt. So sollen künftig zum Beispiel sämtliche Auszahlungslimits innerhalb eines bestimmten Zeitraums ausgesetzt werden. Vorgaben wie maximal drei Auszahlungen innerhalb einer Woche wären damit hinfällig und die Spieler könnten die Abhebungen vom Spielerkonto jederzeit durchführen. Als besonders kritisch sehen die Behörden zudem an, dass viele Casinos ihren Spielern zu kurze Fristen für das Einreichen von Identitätsnachweisen auferlegen würden und im Zweifelsfalle das Geld einfach einbehalten. Ansetzen möchte die Behörde aber auch bei Gebühren für inaktive Konten. Hier haben die Anbieter in der Vergangenheit tatsächlich „gut zugelangt“, wenn Spieler längere Zeit nicht aktiv waren und so einfach gewisse Gebühren vom Guthaben auf dem Spielerkonto abgebucht. Auch das soll künftig verboten werden.

Damit aber noch lange nicht genug: Sollten die Spieler einen großen Gewinn einfahren, dürfen sie vom Casino nicht mehr dazu genötigt werden, an Werbemaßnahmen teilzunehmen. Die klassischen „Gewinner-Bilder“ mit glücklichen Siegern würden damit also der Vergangenheit angehören. Zusätzlich hält es die Gambling Commission für rechtswidrig, dass eingezahlte Beträge im Casino erst mindestens einmal eingesetzt werden müssen, ehe sie ausgezahlt werden können. Im Zusammenhang mit diesem Maßnahmenkatalog erklärte die Behörde: „Die Betreiber sollten sich darüber im Klaren sein, dass die UKGC weiterhin eng mit der CMA zusammenarbeiten wird, um sicherzustellen, dass sämtliche Kunden der gesamten Glücksspielbranche einen fairen Deal erhalten.

Never Ending Story?

Dass die britischen Behörden immer mal wieder Anbieter in die Schranken weisen müssen, ist zwar enorm anstrengend, grundsätzlich für das Land aber auch sehr lukrativ. In der jüngeren Vergangenheit sind zum Beispiel einige größere Unternehmen dadurch negativ aufgefallen, dass sie gegen die Werbevorschriften der Behörden verstießen. Die Folge: Es wurden Strafzahlungen in Millionenhöhe von der Behörde verlangt und auch eingetrieben. Enden wird dieses „Katz-und-Maus-Spiel“ zwischen den Anbietern und den Behörden vermutlich niemals. Obwohl die Bank ohnehin eigentlich immer gewinnt, versuchen die Casinos nämlich überall noch ein bisschen mehr in die eigenen Taschen zu bekommen. Und die Aufgabe der britischen Behörden ist es, genau das zu verhindern.

Für die Spieler ist die Arbeit der britischen Gambling Commission unterm Strich natürlich ein Segen, da hier sämtliche Bedürfnisse der Kunden in den Vordergrund gestellt werden. Gleichzeitig zieht die Gambling Commission aber auch immer wieder Kritik auf sich, da sie mit teilweise sehr fragwürdigen Entscheidungen für Verwirrung sorgt.

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