Gambling Commission: ID-Checks für Online Casinos vor Ersteinzahlung beschlossen

Spieler in den deutschen Online Casinos kennen es: Wer zum ersten Mal eine Auszahlung bei einem Anbieter durchführen möchte, muss sich im Vorfeld verifizieren und zum Beispiel einen Reisepass oder Personalausweis einreichen. In Großbritannien war das bisher nicht anders, wobei die Prüfungen von den Anbietern auf freiwilliger Basis durchgeführt wurden. Damit wird allerdings Schluss sein, denn im Zusammenhang mit der Verbesserung des Spieler- und Jugendschutzes führt die britische Gambling Commission eine verpflichtende Prüfung ein – und zwar noch vor der Ersteinzahlung eines neuen Spielers.

Gambling Commission greift hart durch

Abgesehen von zahlreichen Strafen gegen Glücksspielunternehmen ist die Gambling Commission in den letzten Monaten auch dadurch aufgefallen, dass zahlreiche neue Richtungen in der Regulierung eingeschlagen werden. So wurde den Glücksspielunternehmen beispielsweise verboten, während Live-Events im Fußball ihre Werbung auszustrahlen. Und zum Anfang des Jahres 2019 kommt die britische Behörde jetzt mit einer neuen Idee um die Ecke. Im Detail geht es dabei um Veränderungen der Richtlinien zur Personenidentifikation.

Während die Glücksspielanbieter diese Identifikation bisher vor allem für die eigene Sicherheit auf freiwilliger Basis durchführten, wird es künftig eine verpflichtende Prüfung für alle Unternehmen bzw. Spieler geben. Diese soll dann auch nicht mehr wie bisher vor der ersten Auszahlung angefordert werden, sondern schon vor der ersten Einzahlung eines Spielers. Bevor das erste Mal gespielt werden kann, muss der Betreiber also ganz genau wissen, wer dort überhaupt seine Einsätze platziert.

Einführung ab 7. Mai 2019

Umgesetzt werden müssen die neuen Richtlinien ab dem 7. Mai 2019. Bis dahin haben die Unternehmen Zeit, ihre bisherigen Prozesse entsprechend umzugestalten. Erforderlich ist es laut den Vorgaben, dass die Anbieter vor der Ersteinzahlung mindestens den Namen des Spielers, die Adresse und das Alter verifizieren muss. Erst im Anschluss darf das Angebot des Anbieters durch eine Einzahlung genutzt werden. Wichtig ist hierbei zu betonen, dass dieser erste Nachweis noch nicht als vollständige Verifikation ausreicht. Stattdessen müssen im weiteren Verlauf trotzdem noch Dokumente wie etwa Ausweispapiere eingereicht werden. Interessant: Laut Angaben der Gambling Commission handele es sich bei der Umsetzung der neuen Richtlinien vor allem um Wünsche der Spieler. So hätten rund 15 Prozent der Beschwerden der Spieler damit zu tun, dass sie erst bei der Auszahlung aus dem Casino ihre Identität preisgeben müssen.

Ein wichtiger Faktor ist in diesem Zusammenhang natürlich der Datenschutz, immerhin die Nutzerdaten heutzutage für kriminelle ein lukratives Geschäft. Gemäß den Bedingungen verpflichten sich die Lizenznehmer, die gespeicherten Daten der Spieler stets sicher zu verwahren. Gerade mit Blick darauf, dass die Gambling-Branche in Großbritannien stetig Zuwächse verzeichnen kann, eine enorm wichtige Aufgabe für die Unternehmen.

Kinder und Jugendliche sollen geschützt werden

Laut der britischen Gambling Commission geht es im Zusammenhang mit den Gesetzesänderungen vor allem darum, den Spieler- und Jugendschutz zu intensivieren. In diesem Bereich hat „die Insel“ durchaus ein Problem, denn laut Studien weisen bereits mehr als 50.000 junge Briten im Alter unter 18 ein problematisches Spielverhalten auf. Weiter fanden Studien heraus, dass rund 14 Prozent der Elf- bis Sechzehnjährigen in Großbritannien pro Woche im Schnitt 16 Pfund für Glücksspiel ausgeben. Und das, obwohl sie an diesen eigentlich gar nicht teilnehmen dürfen. Durch die direkte Verifikation vor der Einzahlung sollen die Kinder und Jugendlichen also davon abgehalten werden, mit falschen Identitäten zu spielen.

Neil McArthur, der Chef der Gambling Commission, erklärte hierzu: „Diese Änderungen werden Kinder und Suchtgefährdete vor den Schäden des Glücksspiels schützen und das Risiko von glücksspielbezogenen Straftaten reduzieren. Sie werden das Glücksspiel auch fairer gestalten, indem sie den Verbrauchern dabei helfen, ihre Gewinne ohne unnötige Verzögerungen auszuzahlen. Der britische Online-Glücksspielmarkt ist der größte regulierte Markt der Welt und wir möchten sicherstellen, dass er auch der sicherste und fairste ist.“

Für Anbieter könnte es ärgerlich werden

Generell sind die neuen Änderungen auf Seiten der Glücksspielanbieter natürlich positiv zu begrüßen. Immerhin wissen die Unternehmen so noch vor der ersten Einzahlung, wer hier spielt und ob das Geld möglicherweise aus illegalen Aktivitäten stammt. Ein Umstand, der so manchen Anbieter in den letzten Monaten vor einer satten Strafzahlung bewahrt hätte. Zudem lässt sich somit beispielsweise ein potenzielles Interesse an der Geldwäsche schnell erkennen und das Casino könnte auch hier zügig einschreiten. Allerdings: Viele Spieler zahlen vor allem deshalb online in einem Casino ein, weil sie die Spiele des Anbieters direkt spielen wollen. Durch den Nachweis wird eine Verzögerung aufgebaut, mit der möglicherweise den Kunden die Lust am Spielen zumindest für diesen Moment genommen wird. Umsatzeinbußen für die Anbieter sind eine mögliche Folge.

Zudem sinken möglicherweise auch die Chancen der Unternehmen darauf, von anderen Anbietern Spieler abwerben zu können. Immerhin müsste sich diese dann erneut verifizieren, während sie diesen Schritt bei ihrem angestammten Anbieter bereits hinter sich gebracht haben. Ebenfalls nicht zu unterschätzen sein dürfte der Mehraufwand für die Casinos, die jetzt deutlich mehr Kräfte aufbringen müssen, um die Informationen der Kunden schnell zu prüfen.

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