GambleAware: Spielerschutz-Organisation steigert Einnahmen

Bei der GambleAware handelt es sich um eine der wichtigsten Spielerschutz-Organisationen überhaupt. Angewiesen ist die Organisation auf Spenden, die von der Glücksspielbranche überwiesen werden. Auf diesem Wege schließt sich ein kleiner Kreislauf, schließlich tragen die Glücksspielanbieter so in gewisser Hinsicht zu einem verbesserten Spielerschutz bei. In den vergangenen Tagen hat die GambleAware jetzt ihre Geschäftszahlen für den Zeitraum vom 1. April bis zum 31. Dezember 2019 bekanntgegeben. Erfreulicherweise konnten die Einnahmen gesteigert werden.

Über zwei Millionen Euro mehr Einnahmen für GambleAware

Auf dem großen britischen Glücksspielmarkt sind gleich mehrere Organisationen aktiv, die sich für einen verbesserten Spielerschutz einsetzen. Eine dieser Organisationen ist die GambleAware. Hierbei handelt es sich um eine Spielerschutz-Organisation, die sich aktiv in der Aufklärung, Bekämpfung und Prävention der Glücksspielsucht engagiert. Finanziert wird diese allerdings einzig und allein aus Spendengeldern der Glücksspielbranche. Das wurde bereits im Gambling Act im Jahre 2005 so verankert, der bekanntermaßen noch bis heute aktiv ist. Dieser verpflichtet die Glücksspielbranche, im Rahmen eines Finanzierungsmodells Spendengelder für die Organisation zur Verfügung zu stellen.

Jüngst die Organisation jetzt ihre Geschäftszahlen für den Zeitraum vom 1. April 2019 bis zum 31. Dezember 2019 bekanntgegeben. Hierin heißt es, dass Spendeneinnahmen in Höhe von rund 7,6 Millionen britischen Pfund erhalten wurden. Umgerechnet fast neun Millionen Euro. Für die Organisation eine enorm erfreuliche Entwicklung. Die Spendeneinnahmen wurden im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Fiskaljahres 2019/20 um gut 2,35 Millionen Euro angehoben. Damals kassierte die Organisation noch rund 5,4 Millionen Pfund oder 6,34 Millionen Euro als Spendengelder.

Strafgelder lassen Kasse der GambleAware klingeln

Obwohl die Spendeneinnahmen die größten Gelder in die Kasse der GambleAware spülen, handelt es sich hierbei keinesfalls um die einzige Einnahmequelle der Organisation. Profitiert hat diese zum Beispiel auch davon, dass sich die Branche nicht immer ganz genau an die gesetzlichen Spielregeln hält. Derartige Vergehen werden von der britischen Gambling Commission aufgespürt und geahndet. Die GambleAware ist dabei einer der Profiteure, der regelmäßig Teile dieser Strafzahlungen zugeschoben wurden. Etwas mehr als eine Million Pfund erhielt die Organisation zum Beispiel allein aus den Zahlungen von LeoVegas und Gamesys.

Obwohl sich die Einnahmen insgesamt also zweifelsfrei sehen lassen können, ist das Optimum laut der GambleAware noch nicht erreicht. Deshalb hofft man nun, dass bis zum 31. März 2020 alle Glücksspielunternehmen ihre angekündigten Spenden in vollem Umfang überweisen. So könnte man das Einnahmenziel in Höhe von zehn Millionen Pfund erreichen. In der Tat stehen dabei offenbar noch einige größere Spenden von Unternehmen wie GVC Holdings oder William Hill aus. Hier zu erwarten sind jeweils Summen von mehr als einer Million Euro. Die zuletzt größte Summe hatte der Glücksspielanbieter bet365 zwischen März und Dezember 2019 überwiesen. Wie die Zahlen der GambleAware zeigen, flossen rund 868.000 Pfund aus Stoke-on-Trent auf das Konto der Organisation.

Branche bereit, noch mehr zu tun

Gute Nachrichten für die Spielerschutz-Organisation haben sich zudem in den letzten Monaten ergeben. Immer wieder flammten Debatten auf, welche die Glücksspielunternehmen noch stärker in die Verantwortung nehmen wollten. Und diese haben sich am Ende auch durchgesetzt. Die Branche teilte nach einem gewissen Druck mit, dass man künftig die Abgaben für den Spielerschutz erhöhen wolle. Statt wie bisher nur 0,1 Prozent des Jahresumsatzes auf die Konten der Organisationen zu überweisen, soll es künftig ein Prozent sein. Dieser Wert soll schrittweise in den kommenden Jahren erreicht werden. Für sämtliche Spielerschutz-Organisationen dürften sich damit noch einmal gute Zeiten anbahnen, in denen die eigene Arbeit hoffentlich ausgereift werden kann.

Für die Branche hingegen stehen eher schwere Zeiten bevor. Während die freiwillig erhöhten Abgaben die Kassen auf der einen Seite drücken, sorgen gesetzliche Beschränkungen auf der anderen Seite ebenfalls für eine Menge Druck. So existiert in Großbritannien bereits seit geraumer Zeit ein Werbeverbot für die Glücksspielunternehmen während der Live-Übertragung von Sportveranstaltungen. Ebenso wurden die Einsätze im stationären Betrieb an den Fixed Odds Betting Terminals auf nur noch maximal zwei Pfund pro Runde beschränkt. Eine ähnliche Beschränkung brachten zahlreiche Politiker zuletzt auch für die Online Casinos ins Gespräch. Es scheint also fast so, als würde der britische Staat der Branche das Gebiet abgraben wollen. Dabei sollte aber nicht vergessen werden, welche enormen Summen der Staat und die Organisationen von der Branche in Form von Abgaben erhalten.

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