Finnland: Vorgehen gegen Online Glücksspiel wird strenger

Geht es um das Online-Glücksspiel, ist mit der finnischen Regierung nicht zu spaßen. Die Behörden im skandinavischen Land gelten als enorm streng, wenn es darum geht, den heimischen Markt gegen Glücksspielanbieter aus dem Ausland zu „verteidigen“. Das Ganze geht nun sogar so weit, dass den Medienunternehmen eine Sperre oder auch ein Lizenzentzug droht, wenn diese Werbung von einem Glücksspielanbieter ohne finnische Lizenz ausstrahlen.

Veikkaus genießt das Werbe-Monopol

Der finnische Glücksspielmarkt ist fest in der Hand des staatlichen Anbieters Veikkaus. Dieses darf zwar nicht als einziges Unternehmen seine Spiele auf dem finnischen Markt anbieten, sondern genießt dafür im Bereich des Marketings eine Monopolstellung. Heißt im Klartext: Anbietern mit einer Lizenz aus dem europäischen Ausland ist es untersagt, in Finnland für das eigene Angebote zu werben. Spielen dürfen die Finnen die Spiele der ausländischen Anbieter allerdings, weshalb die Liberalisierung hier generell als fortschrittlich bezeichnet werden kann. Bereits seit 2016 ist Veikkaus dabei die offizielle Anlaufstelle des Staates in Finnland, die künftig offenbar auch wieder geschützt werden soll. Unter dem Dach der Marke werden zahlreiche Online Glücksspielangebote wie Sportwetten, Lotterien oder eben Casinospiele angeboten. Wie verschiedene Medien des Landes mitteilten, wollten die Verkehrs- und Kommunikationsbehörde und die Polizei ihre Zusammenarbeit künftig noch stärker ausbauen.

In erster Linie soll es dabei um den Verstoß gegen Werberichtlinien gehen, die von den privaten und in Finnland aktiven Unternehmen begangen werden. Der staatliche Anbieter bekommt das offenbar zu spüren und warnt davor, dass man auf einen „sich zuspitzenden digitalen Wettbewerb“ hinsteuere. Gleichzeitig lässt sich tatsächlich nicht von der Hand weisen, dass die Anzahl der Konkurrenten für den staatlichen Vertreter in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat.

Heftige Warnung gegenüber den Medienanstalten

Dem Staat ist durchaus viel daran gelegen, dass die Spieler auch weiterhin bevorzugt das Angebot von Veikkaus in Anspruch nehmen, denn auf diese Art und Weise profitiert das öffentliche Sozialsystem des Landes. Die Gewinne des Konzerns werden zum Beispiel für gemeinnützige Zwecke, wie etwa die Bekämpfung der Obdachlosigkeit, aufgebracht. Aus diesem Grund sprachen die Behörden jetzt eine heftige Warnung gegenüber den Medienanstalten des Landes aus und erklärten, dass bei wiederholten Verstößen gegen die Werbevorschriften ein Lizenzentzug drohe. Durchaus eine klare Ansage, die allerdings laut Experten nicht ausschließlich mit der wachsenden Konkurrenz für Veikkaus begründet werden kann.

Stattdessen leidet das skandinavische Land laut einer kürzlich veröffentlichten Studie darunter, dass sich immer mehr Menschen zum Glücksspiel hingezogen fühlen. Durchgeführt wurde die Studie vom National Institute for Health and Welfare, die zu dem Ergebnis kam, dass viele Finnen mit dem eigenen Spielverhalten einige Probleme haben würden und dieses nicht mehr zu 100 Prozent kontrollieren können. Verantwortlich gemacht werden können dafür laut den Forschern allerdings nicht nur die Anbieter mit einer Lizenz aus dem Ausland, sondern auch der staatliche Anbieter Veikkaus. So gaben die Forscher im Rahmen der Studienveröffentlichung zu verstehen: „Die Werbeslogans von Veikkaus widersprechen der Kommunikation zur öffentlichen Gesundheit. Veikkaus Marketing sendet sehr unterschiedliche Signale in Bezug auf die Gefahren des Glücksspiels. Sie sollten widerspruchsfrei sein und sich künftig an Maßgaben ähnlich denen zu anderen „schädlichen Produkten“, wie Tabak und Alkohol, orientieren.“

Kein Ende der Diskussion in Sicht

Veikkaus reagierte im Anschluss an die Veröffentlichung der Studie und erklärte, dass die eigenen Maßnahmen zur Kundengewinnung weitaus weniger aggressiv seien als die Maßnahmen der Konkurrenz. Ein Ende der Debatte um die mögliche Sonderstellung des staatlichen Anbieters ist also noch nicht in Sicht, auch wenn das Problem zeitnah angegangen werden sollte. Wie die Studie herausfand, stehen rund elf Prozent der Finnen davor, die Kontrolle über das eigene Glücksspielverhalten zu verlieren. Zudem wächst der Online-Markt auch ohne Werbemaßnahmen weiterhin und so dürfte es für Veikkaus immer schwerer werden, sich gegen die starke Konkurrenz zu behaupten. Und dementsprechend wird die aktuelle Debatte sicherlich noch nicht der Schlusspunkt gewesen sein.

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