Europol: Striktes Vorgehen gegen kriminelle Casino-Hacker

Der Aufgabenbereich der europäischen Polizeibehörde Europol ist bekanntlich vielseitig aufgebaut. Gerade in den letzten Jahren liegt der Fokus dabei vermehrt auf der Internetkriminalität, die durch die Digitalisierung ein ganz neues Niveau des Verbrechens darstellt. Zahlreiche Kriminelle haben es in diesem Zusammenhang natürlich auch auf die Online Casinos der Branche abgesehen – aber Europol geht stark gegen diese kriminellen Energien.

Bekannter Anbieter für DDoS-Attacken vom Netz genommen

Anfang der Woche konnte die europäische Polizeibehörde Europol einen großen Erfolg im Kampf gegen die Hacker vorweisen. Die Behörde hat durch ihre Ermittlungen dafür gesorgt, dass der Anbieter „Webstresser“ sein Angebot aus dem Netz genommen hat. Bei diesem Unternehmen handelte es sich um einen Händler für Hack-Attacken, bei dem User sogenannte DDoS-Angriffe erworben konnte. Diese Angriffe wurden dann wiederum auf die Seiten von Unternehmen durchgeführt und haben dafür gesorgt, dass diese für längere Zeit nicht erreichbar waren. Besonders ärgerlich für die Glücksspielbranche: Ein Großteil der erworbenen DDoS-Attacken über den Anbieter wurde dafür eingesetzt, um Glücksspielunternehmen zu attackieren. Darüber hinaus finden sich unter den Opfern aber auch Banken oder Webseiten von Regierungen.

Wie umfangreich die Tätigkeiten des Anbieters in den letzten Jahren waren, zeigt ein Blick auf die Auswertungen von Europol. Demnach hätten den Dienst von „Webstresser“ weltweit mehr als 150.000 Menschen in Anspruch genommen. Unterm Strich habe der Anbieter so rund vier Millionen der DDoS-Attacken verkauft. Bereits im Jahr 2017 kam die Cyber-Sicherheitsfirma Imperva zu der Erkenntnis, dass Glücksspielunternehmen bevorzugt Ziele von DDoS-Attacken seien würden. Insgesamt hätte man bei mehr als 34 Prozent der untersuchten Attacken festgestellt, dass sich diese gegen Glücksspiel-Server richten würden.

Straftätern neue Möglichkeiten aufzeigen

Wie Europol bekanntgab, konnten im Zuge der Ermittlungen bereits mehr als 60 Wohnungen und Unterkünfte von Kunden des Portals durchsucht werden. Gleichzeitig würden allein Großbritannien mehr als 250 Nutzer strafrechtlich verfolgt werden. Wie Europol mitteilte, ginge es allerdings nicht nur um die Bestrafung der Täter. Der Grund hierfür ist, dass es Europol in vielen Fällen mit Enthusiasten zu tun hat, die gerade im Bereich der IT-Kriminalität enorm aktiv sind. Aus diesem Grund stellen die Behörden verschiedene Rehabilitationsprojekte zur Verfügung, mit denen die Hacker lernen sollen, wie sie ihre Fähigkeiten sinnvoll einsetzen. Europol ließ in einem Statement verlauten: „Kenntnisse in Codierung, Spielen, Programmierung, Cyber Security oder anderen IT-Themen sind gefragt und es gibt zahlreiche Berufe und Chancen, diese sinnvoll einzusetzen.“ Eine dieser Chancen ist zum Beispiel das Programm „Hack_Right“, welches in Zusammenarbeit der niederländischen Polizei und der niederländischen Staatsanwaltschaft ins Leben gerufen wurde. Ersttäter lernen hier, dass sie ihr Wissen im IT-Bereich auch anderweitig und legal einsetzen können.

Warum die Hacker bevorzugt gegen Glücksspielunternehmen vorgehen, lässt sich anhand der Ermittlungen nicht wirklich erkennen. Es ist allerdings auch davon auszugehen, dass die Gründe ganz unterschiedlicher Natur sind. Glücksspiel ist in vielen Ländern der Welt noch immer verpönt, was bereits als Grund für einige dieser Angriffe ausreichen dürfte. Darüber hinaus steht das Glücksspiel in vielen Regionen der Erde auch in einem Konflikt mit der Religion oder den religiösen Weltansichten. Nicht zuletzt dürften zudem Einzelschicksale eine Rolle gespielt haben.

IT-Sicherheit im Fokus der Glücksspielunternehmen

Für die Online Casinos ist die IT-Sicherheit natürlich ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit, schließlich wird das gesamte Geschäft digital abgewickelt. Aus diesem Grund ist der Fokus auf eben jene Sicherheitsaspekte in den letzten Jahren noch einmal deutlich stärker geworden. Immerhin ist das Casino auch für seine Nutzer zuständig, die in der Regel einige private Informationen über sich preisgeben – nicht zuletzt bei der Abwicklung der Ein- und Auszahlungen. Die Glücksspielkonzerne dürften in Zukunft also weiter stark in diesen Bereich investieren, um künftig dann auch gegen Angriffe wie DDoS-Attacken noch besser gewappnet zu sein.

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