Die EURO 2020 lässt bei Buchmachern die Kasse klingeln

Mit einem Jahr Verspätung bedingt durch die globale Corona-Pandemie hat am Freitagabend die Fußball-Europameisterschaft 2021 begonnen. Offiziell noch immer unter der Marke EURO 2020 geführt, wurde das Turnier im Anschluss an eine farbenfrohe Eröffnungsfeier vor 16.000 Zuschauern im Stadio Olimpico in Rom mit einem klaren 3:0-Sieg der italienischen Nationalmannschaft gegen die Türkei eröffnet.

Die seit September 2018 ungeschlagene Squadra Azzurra tat sich zunächst gegen tiefstehende und kompakt verteidigende Türken zwar schwer, kam im zweiten Durchgang durch ein Eigentor von Merih Demiral sowie Treffer von Ciro Immobile und Lorenzo Insigne aber dann doch noch zu einem ebenso klaren wie in dieser Höhe auch verdienten 3:0-Sieg. Italien unterstrich mit einem starken Auftritt, zum engeren Kreis der Favoriten zu zählen.

Ein großer Kreis an Favoriten

Mit der Leistung vom Freitagabend dürften auch die Quoten für Wetten auf den italienischen EM-Sieg nochmals niedriger geworden sein. Bislang galten bei den Buchmachern vor allem Frankreich Belgien und England als Top- sowie neben Italien auch Titelverteidiger Portugal, Spanien, Deutschland und die Niederlande als Mitfavoriten. Im Laufe des ersten Spieltages, der am Dienstagabend mit dem Highlight zwischen Deutschland und Frankreich abgeschlossen wird, lässt sich dann sicherlich schon ein klareres Bild von Stärke und Form der einzelnen Mannschaften zeichnen.

Unabhängig davon, wer sich am Ende den begehrten Titel holt, freuen sich die Buchmacher darüber, dass der Ball endlich rollt. Die insgesamt 51 EM-Spiele, die bis zum Finale am 11. Juli im Londoner Wembley-Stadion anstehen, sorgen dafür, dass bei den Wettanbietern die Kassen klingen – und das sowohl bei traditionellen Wettbüros, die europaweit überwiegend zumindest unter Sicherheitsvorkehrungen wieder öffnen dürfen, als auch bei Online-Anbietern.

Philip Newald, Geschäftsführer des österreichischen Wettanbieters Tipp3, erklärte in den “Salzburger Nachrichten“, dass in der Branche damit kalkuliert wird, dass die Europameisterschaft für Umsätze in Höhe eines 13. Monats sorgen wird. Newald sprach in diesem Zusammenhang davon, dass die EURO eine Art “Weihnachtsgeschäft“ für die Buchmacher bedeute, die freilich auch einiges daran setzen, um das Geschäft zusätzlich anzukurbeln. So investieren die Wettanbieter zum Teil hohe Summen in Werbung, um ihre Kunden und auch potentielle Kunden zum Wetten zu animieren. Dabei geht es vielen Menschen laut dem Experten auch darum, Spannung in Spiele zu bringen, in die man ansonsten emotional nicht oder allenfalls bedingt involviert ist. Im Schnitt werden pro Kunde und Spiel so etwa acht Euro gesetzt, überwiegend auf den Favoriten. Bemerkenswert aus Sicht von Newald sei dabei auch, dass der Anteil der weiblichen Wettfreunde zwar mit etwa 20 Prozent noch deutlich geringer ist, aber dennoch vor allem bei Großereignissen wie nun der EM regelmäßig zunimmt.

Erfolg der eigenen Mannschaft auch für die Buchmacher wichtig

Für landbasierte Buchmacher und Anbieter mit einem klaren Schwerpunkt auf bestimmten Ländern ist unterdessen bei großen Turnieren nicht unwichtig, dass die jeweils einheimische Mannschaft möglichst lange im Turnier verbleibt. Denn während deutsche Fans gerne auf Spiele der DFB-Auswahl tippen, stehen in Österreich die Partien der ÖFB-Elf hoch im Kurs.

Ein frühes Aus dieser Länder wäre für das Geschäft der Buchmacher nicht optimal. Schließlich sinkt die Wettbereitschaft proportional zur Anzahl der Menschen, die Fußballspiele live im Fernsehen verfolgen. Ab dem Halbfinale spielt es dann allerdings wiederum nicht mehr die ganz große Rolle, welche Mannschaften beteiligt sind. Denn bei den entscheidenden Spielen fallen die Einschaltquoten erfahrungsgemäß auch dann hoch aus, wenn die eigene Mannschaft nicht mehr dabei ist.

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