DAW: Reaktion auf Kritik an Schweinsteiger-Spot

Selten wurde über eine Werbung in Deutschland so stark diskutiert, wie aktuell über den Spot der Deutschen Automatenwirtschaft. Dieser hat nämlich keinen geringeren als Bastian Schweinsteiger zu Gast und hat genau damit mächtig Kritik auf sich gezogen. Doch wieso eigentlich? In den Augen der DAW ist der Spot nämlich keine Werbung in eigener Sache, sondern viel mehr Aufklärung. Die harte Kritik am ehemaligen Nationalspieler und dem Spot sei daher ungerechtfertigt.

Böse Kritik an Schweinsteiger und der DAW

Sportler und ihre Werbepartner. Das ist eine Beziehung, die nicht immer unbedingt zu 100 Prozent zusammenpasst. Auch in diesem Fall hätte Bastian Schweinsteiger im Nachhinein vermutlich dankend abgelehnt, wenn er gewusst hätte, was für eine Kritik auf ihn hereinprasseln würde. Grund dafür ist die Tatsache, dass Schweinsteiger nicht für irgendjemanden Werbung macht, sondern für die Deutsche Automatenwirtschaft. Die hat bekanntermaßen in der Bundesrepublik nicht den besten Stand und wollte die Aufklärungskampagne laut eigener Aussage dafür nutzen, um vor den Gefahren durch illegale Glücksspielanbieter zu warnen.

Schweinsteiger läuft im schwarz-weiß gehaltenen Clip vorbei an vermeintlichen Stationen seiner Karriere. Darüber hinaus wandert der Kicker auch an einer Spielhalle vorbei und bringt damit den Stein ins Rollen. Im Spot heißt es, dass man legale Spielhallen an fünf Regeln erkennen könne, welche den Unterschied zu illegalen Anbietern ausmachen würden. Die Regeln werden anschließend eingeblendet, der Spot ist vorbei. Die Diskussionen allerdings haben danach erst richtig Fahrt aufgenommen. So erklärte zum Beispiel die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler, dass sich die Glücksspielbranche mit diesem Spot enorm weit aus dem Fenster lehne. In anderen Worten: Die Branche solle erst einmal vor der eigenen Haustür kehren und hier für Recht und Ordnung sorgen. Mortler ist längst nicht die einzige Kritikerin, gerade aus der Politik gab es vermehrt Stimmen, dass der Spot denkbar über das Ziel hinausgeschossen sei.

DAW lässt das nicht auf sich sitzen

Vollkommen anderer Ansicht ist man wenig überraschend nach bei der Deutschen Automatenwirtschaft. Nachdem sich der Verband ein paar Tage zurückgehalten hatte, gibt es mittlerweile nun eine offizielle Erklärung. In dieser erklärt der DAW,dass man sich mit dieser Aufklärungskampagne klar von den illegalen Spielangeboten in den Städten und dem Internet abgrenzen wolle. Werbung in eigener Sache sei der Werbespot nicht. Vielmehr beschäftige sich der DAW auch über die Grenzen der gesetzlichen Regulierung hinaus mit dem Spielerschutz. Gefordert wird unter anderem eine bundesweite Sperrdatei, mit der gesperrte Spieler vom Spiel ausgeschlossen werden können. Darüber hinaus setzt sich die Branche für die gesetzliche Verankerung von Spielhallen-Zertifizierungen ein. Getreu dem Motto: Wir haben nichts zu verbergen.

Und genau so sieht es auch DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker. Dieser erklärte: „An der Lenkung des Spielbetriebs der Menschen in legale, verbraucherschützende Bahnen mitzuwirken, ist ein wichtiger Auftrag aus dem Glücksspielstaatsvertrag, den wir als Anbieter des legalen gewerblichen Spiels erfüllen.“ Gleichzeitig erklärte der Sprecher mit Blick auf den Werbespot: „Wir stellen uns der Verantwortung, die unser sensibles Produkt mit sich bringt, und danken Bastian Schweinsteiger, dass er uns hilft, aufzuklären, was das legale Spiel ausmacht und uns im Kampf gegen wachsende illegale Glücksspiel-Angebote unterstützt.“ Dazu ergänzte Stecker: „Nur wenn Verbraucherinnen und Verbraucher die Regeln kennen, können sie legale Spielangebote, in denen Jugend- und Spielerschutz gelebt werden, von illegalen Angeboten ohne Spieler- und Jugendschutz unterscheiden.“ Von einer Werbemaßnahme in eigener Sache möchte der DAW also nichts hören, sondern erklärt vielmehr, dass Schweinsteiger ein wichtiger Teil der Aufklärung ist und nun den Verband unterstütze.

„Schweini“ steht für Fairness im Spiel

Warum sich die Deutsche Automatenwirtschaft ausgerechnet für Bastian Schweinsteiger als Werbepartner entschieden hat, lässt sich in den Augen des DAW ebenfalls leicht belegen. So stehe Schweinsteiger für ein faires Spiel und sei damit optimal, um die Einhaltung der Regeln zu verdeutlichen. Ganz nebenbei ist Schweinsteiger in Deutschland natürlich aber auch ein beliebtes und bekanntes Gesicht, durch das gleich ein gewisses Vertrauen aufgebaut werden kann. Insgesamt lässt sich diese Kampagne also sicherlich neutral von zwei Seiten beleuchten. Die Kritik der Politik ist durchaus gerechtfertigt, zumindest in einigen Bereichen. Allerdings kann man dem Verband in diesem Fall nicht vorwerfen, überzogen Werbung in eigener Sache zu machen. Vielmehr lässt sich der Spot rein von der Technik als „Meisterwerk“ bezeichnen, der einen ernstgemeinten Inhalt und einen emotionalen Auftritt vereinen kann.

Wie sich die Situation weiter entwickelt, ist bisher noch unklar. Der DAW erklärte, dass man für Diskussionen rund um die Glücksspielregulierung in Deutschland immer offen sei und auch konkrete Änderungswünsche und Vorschläge eingebracht werden würden. Allzu lange ist der Spot aber ohnehin nicht mehr im Fernsehen zu sehen, so dass es dann möglicherweise von Natur aus wieder etwas ruhiger wird.

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