DAW: Glücksspielverband legt Eckpunktepapier für Regulierung vor

Glücksspiel Lizenz

2021 soll das Glücksspiel in Deutschland noch einmal in eine ganz neue Richtung gelenkt werden. Derzeit geht es in der Debatte vor allem darum, viele konstruktive Ideen und Vorschläge zu sammeln. Gleichzeitig sind die einzelnen Akteure aber auch jetzt natürlich schon darum bemüht, möglichst viel Positives für die eigene Branche herauszuholen. Aus diesem Grund hat sich jetzt auch die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) in die Debatte mit eingeklinkt. Und das sogar ziemlich stark – mit einem eigenen Eckpunktepapier.

Qualitätskriterien sollen die Richtung vorgeben

In rund zwei Jahren soll das Glücksspiel in Deutschland gesetzlich noch einmal in neue Bahnen gelenkt werden. Wie genau, ist bislang unklar. Aus diesem Grund entflammen langsam, aber sicher die Diskussionen. Immerhin möchte jeder Akteur der Glücksspielbranche und Politik sicherstellen, dass seine Ideen und Wünsche berücksichtigt werden. So auch der Fachverband der Deutschen Automatenwirtschaft (DAW). Dieser hat in einem Eckpunktepapier jetzt genau erklärt, wie er sich die Neuregulierung des Glücksspielstaatsvertrages im Jahre 2021 vorstellt. Generell fordert der DAW, dass eine kohärente und ausschließlich an Qualitätskriterien orientierte Regulierung aller  Angebote umgesetzt wird. Ebenso fordern die Experten eine Stärkung des legalen Marktes.

Georg Stecker, der Vorstandssprecher des Verbandes, erklärte hierzu: „Die Novellierung des Glücksspielstaatsvertrags ist eine große Chance, den Fehlentwicklungen – allen voran dem rasanten Wachstum des Schwarzmarktes – mit einem ganzheitlichen Ansatz entgegenzuwirken. Nur eine kohärente Regulierung aller Spielformen inklusive des gewerblichen Automatenspiels ausschließlich nach Qualitätsmaßstäben und eine Stärkung der legalen Anbieter kann den Schwarzmarkt eindämmen und Verbraucher wirksam schützen.

Angst, außen vor gelassen zu werden

Dass sich der DAW genau zu diesem Zeitpunkt mit seinem Eckpunktepapier meldet, ist keinesfalls ein Zufall. Erst vor wenigen Tagen beklagte sich die Automatenbranche darüber, dass man bei der Novellierung des Glücksspielvertrag nicht stark genug berücksichtigt werde. Diesen Umstand hat man jetzt offenbar selbst in die Hand genommen. Stecker wies auch hierauf noch einmal hin: „Wer das Automatenspiel bei der Regulierung außen vor lässt, der blendet die Hälfte des legalen Glücksspielmarktes aus, schafft eine inkohärente Regulierung und verschärft die Schieflage des Marktes weiter. Es kann nicht sein, dass Online-Glücksspiele legalisiert werden, die überall an jedem Ort verfügbar sind und gleichzeitig die Abstandsregelungen beim gewerblichen Automatenspiel bleiben. Nur mit einem attraktiven legalen Angebot, das sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, kann der Schwarzmarkt effektiv bekämpft werden.“

Doch wie genau sehen die Forderungen des DAW aus? In erster Linie setzt sich der Verband laut des Papiers zum Beispiel für einen bundesweit einheitlichen biometrischen Zugang ein, mit dem Selbstsperren der Spieler effektiver umgesetzt werden sollen. Darüber hinaus werden eine unabhängige Zertifizierung der Spielhallen, eine weitere Qualifizierung es Zugangs zum Beruf des Automatenunternehmers und eine länderübergreifende Harmonisierung der inhaltlichen und praktischen Anforderungen an die Qualität von Schulungen und Sozialkonzepten in allen Glücksspielangeboten. Selbstredend wird zudem ein effektiver Jugend-, Spieler-, und Verbraucherschutz durch eine enge Zusammenarbeit aller relevanten Akteure gefordert.

Schwarzmarkt darf nicht gestärkt werden

Zu den Forderungen im Eckpunktepapier erklärt der Experte: „Mit der Einführung biometrischer Zugangssysteme wollen wir den Spieler- und Jugendschutz beim Automatenspiel mit moderner Technik noch weiter stärken. Die Spielhallen-Zertifizierung ist ein Qualitätsnachweis für Verbraucher und entlastet den Vollzug. Und wer eine Spielhalle betreibt, der trägt eine besondere Verantwortung für seine Gäste. Deshalb machen wir uns dafür stark, den Berufszugang zu qualifizieren.“ Gleichzeitig erklärt Stecker, dass man dafür sorgen müsse, dass die Spieler nicht auf illegale Angebote ohne Regulierung ausweichen würden. „Nur mit einem ausreichenden und attraktiven Angebot können wir unserem Kanalisierungsauftrag aus dem Glücksspielstaatsvertrag nachkommen. Andernfalls weichen Verbraucher auf illegale Angebote vor allem im Internet ohne Spieler- und Jugendschutz aus.“

Bereits in der jüngeren Vergangenheit hat sich abgezeichnet, dass die Novellierung des Glücksspielstaatsvertrags bis zum Jahr 2021 zu einer horrenden Aufgabe für die Politik werden wird. Es geht nicht nur darum, das Glücksspiel innerhalb der Bundesrepublik in allen Formen in geordnete Bahnen zu lenken, sondern auch um die Vertretung der Interessen einzelner Akteure. So darf der Fokus nicht ausschließlich auf das Online-Glücksspiel gelegt werden, denn tatsächlich müssten auch im stationären Betrieb dann Anpassungen vorgenommen werden. Wie der DAW richtig erkennt, ergeben sich aus der Novellierung aber möglicherweise horrende Chancen für die Industrie. Der Ansatz der Gesetzeslockerung ist bereits seit vielen Jahren überfällig, könnte durch gute Argumente der Branche jetzt aber umfangreich durchgeführt werden. Und ein wenig Zeit für abschließende Verhandlungen ist ja dann doch noch vorhanden.

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