Dänemark: Regulierung sorgt für wachsende Glücksspielbranche

Oftmals heißt es: Dänemark macht richtig, was viele andere Nationen in Europa falsch machen. Mit einem Blick auf die Glücksspielbranche ist das durchaus richtig, denn hier sind die Dänen einigen Nachbarländern weit voraus. Das zahlt sich jetzt auch aus, denn wie Analysen ergaben, ist die Glücksspielbranche in Dänemark im ersten Quartal mächtig gewachsen. Laut Experten ein Fingerzeig in Richtung dessen, was noch zu erwarten ist.

Dänischer Markt vielfältig und attraktiv

Warum Dänemark gegenüber anderen Nationen klar im Vorteil ist, zeigt ein Blick auf die Glücksspielregulierung des Landes. Der Markt wurde bereits vor einiger Zeit geöffnet, so dass neben den staatlichen Anbietern auch private Unternehmen ihr Portfolio zur Verfügung stellen dürfen. Das wiederum sorgt für zufriedene Spieler und zufriedene Unternehmen. Diese lassen sich selbst von den hohen Steuern nicht ausbremsen, die teilweise bis zu 80 Prozent der Umsätze betragen. Dennoch geht es der Glücksspielbranche im hohen Norden gut – und das sogar sehr.

Wie der Regulierer „Spillemyndigheden“ analysierte, hat der Glücksspielmarkt durch die Online Casinos im ersten Quartal einen mächtigen Zuwachs verzeichnen können. Insgesamt hat die dänische Glücksspielbranche in den ersten drei Monaten des Jahres Bruttoeinnahmen von rund 203,9 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt in 2017 ist das ein Plus von 8,9 Prozent. Allerdings bedeutet diese Zahl auch einen Rückgang von 8,7 Prozent im Vergleich zum letzten Quartal aus 2017. Deutlich interessanter aber: Die Online Casinos waren für gut die Hälfte der 203,9 Millionen Euro verantwortlich. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2017 ist das ein beeindruckendes Wachstum von 25,5 Prozent. Zudem haben die Online Casinos auch das letzte Quartal in 2017 überboten – und das um ganze 8,7 Prozent. Eine ähnliche Erfolgsgeschichte schreiben auch in Dänemark nur die Sportwetten. Hier gab es einen Anstieg von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Wie sieht es in anderen Ländern aus?

In anderen Ländern ist man von den Erfolgen der Dänen noch weit entfernt. Das beste Beispiel hierfür ist die Bundesrepublik. In Deutschland wurde 2012 ein Glücksspielvertrag ins Leben gerufen, der allerdings nie so richtig durchgesetzt werden konnte. Aktuell befindet sich Deutschland weiterhin im „Status Quo“. Das wiederum heißt: Es gibt keine Regulierung. Immerhin einen Schritt weiter sind die Menschen in Italien. Hier wurde jüngst erst beschlossen, dass sich der Glücksspielmarkt öffnen soll und neben staatlichen Anbietern auch hier die privaten Unternehmen ihren Fuß in die Tür setzen dürfen. Deutschlands Nachbarn in der Schweiz gehen das „Problem“ noch einmal ganz anders an. Hier werden ausländische Unternehmen mit einer Netzsperre belegt, so dass diese von der Schweiz aus nicht mehr angesteuert werden können. So sorgt die Schweiz dafür, dass nur die staatlichen Anbieter des Landes ihre Angebote online zur Verfügung stellen können.

Regulierung bringt Geld und Sicherheit

Eine ordnungsgemäße Regulierung ist für eine funktionierende Glücksspielbranche natürlich die wichtigste Voraussetzung. Eine Regulierung bringt im Falle von Deutschland allen Beteiligten etwas. Die Spieler können sich zum Beispiel darauf verlassen, dass ihre Einsätze beim Anbieter auch in sicheren Händen sind, bzw. mit fairen Gewinnchancen gespielt werden kann. Der Staat wiederum kann die Lizenzen an Steuerabgaben koppeln und könnte so Unsummen an Steuergeldern einnehmen. Bisher allerdings geht dieser Kelch an der Bundesrepublik vorbei – anders als in Italien oder eben Dänemark.

Dänen als Vorbild für andere Nationen

Während die Schweiz durch die Netzsperre erst einmal für keine Diskussionsgrundlage in der Regulierung sorgt, können sich die anderen Nationen durchaus ein Beispiel an Dänemark nehmen. Hier hat man es früh begriffen, die privaten Anbieter in den Markt zu integrieren. Wirkliche Gründe für Klagen gibt es dadurch nicht, immerhin werden alle Beteiligten zufrieden gestellt. Das große Problem ist in Deutschland aktuell allerdings, dass das Bundesland Schleswig-Holstein mit seinem Modell sehr zufrieden ist – und das aus gutem Grund. Es dürfte für die anderen Bundesländer also nicht einfach werden, den Norden von einem Abweichen seiner Haltung zu überzeugen. Andersherum wollen sich die anderen Bundesländer natürlich nicht alle an Schleswig-Holstein orientieren. Auf die Beine gestellt werden kann eine neue Glücksspielregulierung immerhin nur dann, wenn alle Bundesländer in Deutschland zustimmen.

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Bildquelle: stokpic @ Pixabay