Dänemark: Glücksspielbehörden schränken Branche deutlich ein

Die dänische Glücksspielbehörde Spillemyndigheden hat am gestrigen Dienstag eine neue Gesetzesreform auf den Weg gebracht. Die Reform bezieht sich auf Passagen des Glücksspielgesetzes und soll hier ab dem 1. Januar 2020 einige Neuerungen bringen. Für die Branche sind diese auf den ersten Blick keinesfalls von Vorteil. So sollen neue Einzahlungslimits und Einsatzlimits festgelegt werden. Ebenso müssen künftig Links auf den Webseiten zu Hilfsorganisationen oder dem Dienst für den Ausschluss vom Spielbetrieb gesetzt werden.

Nach der Steuererhöhung droht neuer Ärger für die Branche

Im internationalen Vergleich kann die Spillemyndigheden aus Dänemarkt als äußerst genaue Glücksspielbehörde bezeichnet werden, die auch vor schwerwiegenden Entscheidungen keinen Halt macht. Das hat sich erst Anfang des Monats gezeigt. Vor wenigen Tagen teilte die Behörde mit, dass die Steuer der Online-Glücksspielanbieter künftig angehoben wird. Zwar soll das erst bis zum Jahr 2021 geschehen, dennoch hat sich die Spillemyndigheden damit nicht gerade Pluspunkte bei den Glücksspielunternehmen gesichert. Gestern wurde jetzt ein neuer Bericht vorgelegt, demzufolge noch weitere Beschränkungen umgesetzt werden.

Dies sollen die Branche nun auch schon deutlich früher ereilen und bis zum 1. Januar 2020 umgesetzt werden. Die Spillemyndigheden macht ihrem Ruf damit wieder einmal alle Ehre. Bereits seit 2012 ist die Behörde für die Regulierung der Glücksspielbranche zuständig und hat dabei bereits mehrfach scharfe Einschränkungen und Gesetzesvorgaben ins Leben gerufen.

Wie immer: Mehr Schutz für die Spieler soll geboten werden

Konkret teilte die Behörde mit, dass die dänischen Glücksspielanbieter in verschiedenen Bereichen werden tätig müssen. Auf der Webseite und auch in der mobilen Version des Angebots sind künftig klar erkennbare Nachweise einer Lizenz erforderlich. Auf diesem Wege soll vermieden werden, dass die Spieler möglicherweise Schwierigkeiten dabei haben, einen legalen und lizenzierten Anbieter zu erkennen – und dann wohlmöglich auf einen illegalen Anbieter zurückgreifen. Ebenso sollen künftig in den mobilen Versionen und der Desktop-Variante Links zum Spielerausschluss-Register verbaut werden. So können Spieler jederzeit direkt vom Casino zum Selbstausschluss springen und sich hier für den weiteren Spielbetrieb sperren lassen.

Eine große Änderung wird es zudem bei den Einsatzmöglichkeiten für die Spieler geben. Schon vor dem Spielbeginn sollen die Spieler ab dem kommenden Jahr ein Einsatzlimit bestimmen, welches dann nicht überschritten werden darf. Die Casinos müssen sicherstellen, dass die Einhaltung der Limits gewährleistet. Jeder Spieler kann die Limits aber individuell festlegen und zum Beispiel ein monatliches oder wöchentliches Limit bestimmen. Das muss zudem direkt vor dem Start der Spielkarriere in einem Casino geschehen. Der Anbieter ist dann wiederum verpflichtet, mit Hinblick auf die Geldwäsche-Richtlinien eventuell weitere Überprüfungen durchzuführen. Um die Einzahlungen, Einsätze und Aktivitäten zu überprüfen, sollen die Spieler zudem eine Art Aufzeichnung aufrufen können. Hier sind dann alle Aktivitäten im jeweiligen Casino aufgezeichnet. Derartige Aufzeichnungen waren in vielen Fällen bereits vorhanden, allerdings wurde in der Regel nur der Zeitraum der letzten zwölf Monate erfasst. Ab 2020 müssen die Spieler ihre gesamten Aktivitäten auch über diesen Zeitraum hinweg prüfen können.

Hilfe bei Problemen mit dem Spiel

Ebenfalls große Effekte erhofft sich die Glücksspielbehörde davon, dass die Online Casinos ihren Spielern künftig eine direkte Verbindung zur Hilfe bei Spielproblemen liefern müssen. Die Casinos müssen das Ausschlusssystem „ROFUS“ verlinken, mit dessen Hilfe sich Problemspieler mit nur wenigen Klicks vom Spielbetrieb ausschließen können. In Dänemark wurde dieses System bereits vor einiger Zeit eingeführt und ergänzt die telefonische Betreuung der Spillemyndigheden. Spielern mit Spielproblemen soll so künftig noch schneller eine direkte Hilfe geboten werden.

Bereits in der jüngeren Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die dänischen Spieler diese Hilfsangebote oftmals gerne in Anspruch nehmen. Mehr als 500 Spieler sollen so zum Beispiel den Telefonservice der Spillemyndighedenin Anspruch genommen haben. Die Anzahl der Spieler mit einem Eintrag im Selbstausschluss-System fällt noch einmal höher aus. Insgesamt ist die Behörde hier also scheinbar auf dem richtigen Weg, auch wenn eine zunehmende Anzahl an Problemspielern nur bedingt als Erfolg bezeichnet werden kann. Bleibt zu hoffen, dass die Dunkelziffer dementsprechend gering ist. Übrigens: In Spanien hat sich die Glücksspielbranche jüngst dazu entschieden, sich eigene Beschränkungen aufzuerlegen. Diese betreffen allerdings vornehmlich die Werbung. Experten halten das für einen cleveren Schachzug, um weitere Beschränkungen wie jetzt zum Beispiel in Dänemark zu vermeiden.

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