Corona-Krise beeinträchtigt Glücksspielbranche in Deutschland und Großbritannien

Die Corona-Krise bringt den meisten Spielhallen finanzielle Herausforderungen. Je länger der Lockdown andauert, desto mehr sind die Betreiber auf staatliche Unterstützung angewiesen. Allein in Deutschland besteht seit Monaten ein langer Lockdown. Während einzelne Branchen allmählich wieder öffnen dürfen, bleiben viele Freizeit-Angebote weiterhin geschlossen. So dürfen seit vergangenem Montag deutschlandweit unter anderem Buchhandlungen, Gartenmärkte und Blumengeschäfte wieder öffnen. Natürlich ist ein dementsprechendes Hygienekonzept erforderlich, wofür strenge Auflagen vorgeschrieben sind.

Lockerungen für Glücksspielbranche noch nicht beschlossen

Ab dem 22. März sollen dann Freizeit- Angebote wie Kinos, Opernhäuser, Theater und kontaktfreier Sport wieder möglich sein. In dem Beschluss der Bundesregierung hieß es: „Über die Perspektiven für weitere Bereiche wie Gastronomie, Kultur, Veranstaltungen, Reisen und Hotels wollen Bund und Länder bei ihrer nächsten Sitzung voraussichtlich am 24. März beraten. Dabei soll die angelaufene Teststrategie, das Impfen, die Verbreitung von Virusmutanten und andere Einflussfaktoren berücksichtigt werden“. Für die Glücksspielbranche heißt es demnach weiter abwarten.

Finanzielle Unterstützung in Großbritannien zugesichert

Doch nicht nur in Deutschland sind Casinos und Spielhallen seit einer Weile geschlossen. Auch die Glücksspiel-Branche in Großbritannien leidet unter dem Lockdown. Vergangenen Dienstag hat der britische Finanzminister Rishi Sunak das staatliche Hilfsprogramm bis September dieses Jahres verlängert. Es sollen sowohl das Kurzarbeitergeld als auch die Zahlung von Verdienstausfällen weiterhin gezahlt werden. Der Betting and Gaming Council – kurz BGC – begrüßte diese Ankündigung. Nicht nur Casinos sollen vom Staat Unterstützung erhalten. Auch der Einzelhandel und das Gastgewerbe sollen Zuzahlungen erhalten. Davon betroffen sind rund 600.000 Selbstständige in dem Land. Auch Betreiber von Wettbüros sollen von der Maßnahme eingeschlossen sein.

Rund 80 Prozent der Löhne der Mitarbeiter werde von der Regierung übernommen werden. Es sollen die Stunden bezahlt werden, während denen die Angestellten nicht beschäftigt werden können. Dazu werden auch Mitarbeiter in Casinos und Wettbüros gezählt. Es sind in dieser Branche rund 44.000 Beschäftigte. Die Arbeitgeber sollen dahingegen rund 10 Prozent der Löhne übernehmen. Bis September soll der Anteil auf 20 Prozent steigen, sobald die Märkte wieder vollständig öffnen würden. Der Vorstandsvorsitzende des BGC sagte in einem Statement: „Die Ausweitung des Urlaubsprogramms und neue Zuschüsse für Unternehmen werden von Zehntausenden von Menschen, die in Wettbüros und landbasierte Casinos arbeiten sehr begrüßt. Ohne die fortgesetzte Unterstützung des Schatzkanzlers hätten viele dieser Unternehmen um ihr Überleben kämpfen müssen“.

Verschiedene Haltungen zum Einsatzlimit

Besonders im Lockdown sollte aber nicht nur finanzielle Hilfe für Betreiber angeboten werden, sondern auch Unterstützung für Problemspieler. Eine präventive Möglichkeit hierzu wäre ein Einsatzlimit. Während in Deutschland diese Maßnahme als wirksam angesehen wird, sehen die Briten dies eher skeptisch. Erst vor kurzem hatte der BGC eine Umfrage durchgeführt. Demnach hat sich die Mehrheit der Befragten dagegen ausgesprochen, dass Politiker ein Einsatzlimit beim Glücksspiel bestimmen dürfen. Die Umfrage kam im Rahmen einer Untersuchung der britischen Glücksspielkommission zu Stande. Innerhalb dieser wird die Wirksamkeit eines monatlichen Einsatzlimits von 100 GBP für britische Spieler. Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hat dazu rund 1680 volljährige Briten um ihre Meinung gebeten.

Vor allem die britische Reitsportbranche sprach sich gegen ein solche Einsatzlimit aus. Die Befürchtungen der Buchmacher und Veranstalter liegen darin, dass jährliche Einnahmeausfälle entstehen könnten. Diese könnten bei über 60 Millionen GBP liegen. Dies sei ein „Todesstoß“ für diese Branche. In Großbritannien ist es fraglich, ob ein solches Einsatzlimit eingeführt wird. In Deutschland hingegen ist ein solches innerhalb des neuen Glücksspielstaatsvertrages bereits vorgesehen. Die Wirksamkeit wird sich herausstellen.

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