Corona-Einbußen bei mehreren Glücksspielunternehmen

Am Ende eines Quartals halten Unternehmen in der Regel ihre Geschäftszahlen fest und veröffentlichen diese. Mit Ende des Aprils kam dies auch auf Glücksspielanbieter zu. Unter anderem gab der deutsche Sportwetten- und Glücksspielanbieter bet-at-home seine Geschäftszahlen bekannt. Eigenen Angaben zufolge fiel der Start in das Jahr 2021 positiv für das Unternehmen aus.

Quartalsbericht von bet-at-home

Vergangen Montag wurde bekannt gegeben, dass sich der Bruttobetrag im Vergleich zu 2021 zwar um 5,5 % zurückgegangen ist von 32,2 Mio. € auf 30,5 Mio. €. Dennoch stellen diese Zahlen laut bet-at-home einen Erfolg dar. So hätte der Bruttobetrag auch deutlich schlechter ausfallen können. Besonders in Betracht der Corona-Maßnahmen, die die Branche in manchen Bereichen sehr einschränken, seien die Zahlen positiv.

Im Gegensatz zu dem Rückgang des gesamten Bruttobetrages stieg der Bruttobetrag mit Sportwetten sogar. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem dieser Bruttobetrag bei lediglich 13,7 Mio. € lag, konnte in diesem Jahr ein Bruttobetrag von 17,2 Mio. € verbucht werden. Neben einem Wachstum des Sportwetten-Umsatzes sei laut bet-at-home auch das Ausgabevolumen für Marketing- und Werbekampagnen gestiegen. Dies sei auf die erhöhte Sponsoringaktivität zurückzuführen. So sei dieses Segment um 800.000 € im Jahresvergleich gestiegen. Dies stelle einen Wachstum von mehr als 12 % dar. In demselben Bereich sei ebenfalls im zweiten Quartal mit einem Anstieg zu rechnen. Besonders durch die im Sommer stattfindende Fußball-EM rechnet der Sportwetten-Anbieter mit Ausgabensteigerungen im Werbebereich.

Sinkende Umsätze beim Online-Gaming

Im Gegensatz zu den steigenden Umsätzen in diesen Bereichen, verschlechterte sich der Umsatz im Bereich des Online-Gamings. Dieser Bereich sei um mehr als ein Drittel gesunken. Als im Vorjahr noch ein Bruttobetrag von 14,3 Mio. € vorlag, konnte in diesem Jahr lediglich ein Bruttobetrag von 9,9 Mio. € verbucht werden. Aber das Unternehmen hat auch hierfür eine Erklärung. So sei vor allem durch die Übergangsregulierung, die seit Oktober 2020 gilt, für den Rückgang verantwortlich. Für Online-Glücksspiel sind seitdem strengere Auflagen zu beachten, die zu den Umsatzeinbußen in dem Bereich geführt haben. In einer Pressemitteilung äußerte sich das Unternehmen bet-at-home dazu: „Seit dem vierten Quartal 2020 ist eine Übergangsregulierung in Kraft getreten, wonach jene Glücksspielanbieter von Vollzugsmaßnahmen und Sanktionen ausgenommen bleiben, die sich ab diesem Zeitpunkt an die künftig auferlegten Lizenzbestimmungen für Online-Casinos halten.“

Der Anstieg im Bereich der Sportwetten und der Einbruch im Bereich des Online-Glücksspiels hatten dazu geführt, dass bet-at-home insgesamt im ersten Quartal 2021 einen Rückgang verbuchen musste. Im Endergebnis kam das Unternehmen auf einen Erlös von 6,9 Mio. €, wohingegen sich diese Summe im ersten Quartal 2020 auf 9,0 Mio. € belaufen hat. Doch auch trotz dem Rückgang ist das Management des Unternehmens positiv gestimmt. Besonders der Glücksspielstaatsvertrag schaffe „ein hohes Maß an Rechtssicherheit“ in der Branche. Die Planungssituation würde dadurch verbessert werden, argumentierte der Vorstand von bet-at-home.

Auch Casinos Austria International verbucht Umsatz-Rückgang

Nicht nur das Unternehmen bet-at-home musste aufgrund von Corona Verluste verbuchen, sondern unter anderem auch die Casinos Austria International Gruppe – kurz CAI. Aus dem erst vor kurzem veröffentlichten Finanzbericht des Unternehmens für das vergangene Jahr geht ein Spielerlöse-Rückgang von 38,5 % hervor. Vor allem in Europa sanken die Spielerlöse des Konzerns stark. Beispielsweise belief sich der Rückgang der Einnahmen auf dem deutschen Markt auf 39,8 % und in Belgien sogar auf 55,6 % im Vergleich zum Jahr 2019. Doch auch das Unternehmen CAI zeigt sich hoffnungsvoll im Hinblick auf die Zukunft: „Gestützt von niedrigen Zinsen und einkommensstützenden Maßnahmen der Finanzpolitik dürfte der private Konsum kräftig zunehmen, sobald zurückgestaute Bedürfnisse wieder gedeckt werden können. Die Weltwirtschaft wird dementsprechend 2021 um +6,1% (2020: -3,8%) wachsen.“

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