CMA: Okay zur Übernahme von NetEnt durch Evolution Gaming

Im Sommer wurde bekannt, dass der Glücksspielkonzern Evolution Gaming die Übernahme von Softwarehersteller NetEnt plant. Das Angebot der Evolution Gaming über umgerechnet rund 1,9 Milliarden Euro (19,6 Milliarden schwedische Kronen) enthielt dabei einen Bonus von 43 Prozent auf den damaligen Aktienkurs, um den Anteilseignern ein Ja schmackhaft zu machen.

Die Aktieninhaber erhielten nach Bekanntmachung des Angebots am 24. Juni Zeit bis 26. Oktober, um eine Entscheidung zu treffen. Noch ist nicht bekannt, wie das Votum ausgefallen ist, doch wäre es eine Überraschung, würde die Offerte mehrheitlich abgelehnt. In den vergangenen Wochen trieb Evolution Gaming und NetEnt daher weniger die Befürchtung vor dem Nein der Aktionäre als eine andere Sorge um: nämlich die, dass die britische Marktaufsichtsbehörde CMA die Übernahme noch torpedieren könnte.

CMA hat keine Bedenken mehr

Denn die CMA hat sich nach Bekanntwerden der Pläne im Sommer zu Wort gemeldet und offen Bedenken geäußert, dass der Zusammenschluss zu einer Verzerrung des Wettbewerbs führen könnte. Nach längeren Analysen und Untersuchungen gab die CMA nun ihre Ergebnisse bekannt – mit positivem Inhalt für Evolution Gaming und NetEnt. Denn die CMA sieht nunmehr keine Bedenken mehr hinsichtlich einer Fusion. Nachdem zuvor auch schon die maltesische Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde grünes Licht gegeben hatte, liegen nun die formalen Voraussetzungen für die Fusion vor. Nun hängt alles an den Aktionären, deren Entscheidung zeitnah veröffentlicht werden dürfte. Durchgesickert ist aber bereits, dass wohl der Großteil der Aktionäre es dem Vorstand und dem Verwaltungsrat von NetEnt gleichgetan und sein Okay gegeben hat.

Geht alles wie geplant über die Bühne, avanciert Evolution Gaming endgültig zum größten Anbieter im Online-Glücksspielbereich, als der das Unternehmen ohnehin schon vielfach gilt. Wann und wie die Übernahme abgewickelt wird, bleibt indes noch abzuwarten. Auch, ob der ursprüngliche Plan, damit bereits im Dezember zu beginnen eingehalten werden kann. Dann dürfte nach und nach auch deutlich werden, welche Auswirkungen auf die Casino-Kunden warten. Allerdings ist mit einiger Sicherheit davon auszugehen, dass die Vorteile überwiegen werden. Schließlich wird sich durch die Integration von NetEnt die Anzahl der angebotenen Casino-Spiele mutmaßlich deutlich vergrößern, wenn alle Angebote weitgehend aus einer Hand erfolgen und keine umständliche Kommunikation zwischengeschaltet ist.

Zuwachs vor allem auf dem US-Markt?

Einiges verspricht sich Evolution Gaming mit der Übernahme von NetEnt auf dem US-Markt. Denn dort verfügen nur wenige Unternehmen über eine entsprechende Lizenz für Slots & Co. – NetEnt gehört dazu und soll auf diese Weise zum Steigbügelhalter werden, um auch auf einem der lukrativsten Märkte richtig zulegen zu können.

Aber auch mit Blick auf den deutschen Markt, der durch die Einführung des neuen Glücksspielstaatsvertrags im nächsten Sommer vor größeren Veränderungen steht und der aufgrund von Übergangsregelungen seit Oktober schon mächtig in Bewegung geraten ist, sollte sich die Übernahme von NetEnt lohnen. Schließlich muss Evolution Gaming aktuell fürchten, dass Live-Casinospiele wie Roulette, Blackjack und Baccarat in Deutschland nachhaltig nicht mehr erlaubt werden. Die dadurch entstehende Lücke könnte wiederum mit dem breiten Angebot von NetEnt in Sachen Slots geschlossen werden.

Insgesamt ist davon auszugehen, dass Evolution Gaming seine Stellung auf dem internationalen Markt dank NetEnt weiter stabilisieren und ausbauen wird – was Kunden freuen, der Konkurrenz hingegen Kopfzerbrechen bereiten wird.

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