China ergreift härtere Maßnahmen gegen Glücksspiel im Ausland

Immer mehr chinesische Bürger nehmen in ihren Urlaubsreisen in andere Länder scheinbar gerne an Glücksspiel teil oder reisen gerade dafür ins Ausland. China verlor dadurch allein 2020 sehr viel Geld. Die Regierung möchte dies nun mit strikten Mitteln verhindern und droht auch mit Verboten und Einschränkungen.

Weitere Länder auf „schwarzer Liste“

Um zu verhindern, dass wie letztes Jahr rund 150 Milliarden US-Dollar von Touristen aus China in anderen Ländern in Glücksspiel investiert werden, hat die chinesische Regierung weitere Maßnahmen beschlossen. Erst vergangenen August wurde eine sogenannte „schwarze Liste“ bekannt. Auf dieser Liste sind Staaten zu finden, in denen die Glücksspielunternehmen vor allem auf Kunden aus China setzen. Das Ministerium für Kultur und Tourismus in China sieht das als Gefährdung für chinesische Bürger. Die Regierung werde auch vor Verboten nicht halt machen, um diese Entwicklung zu stoppen. So erklärte ein Sprecher des Außenministeriums, dass „chinesischen Bürgern, die in auf der Liste genannte ausländische Städte und Urlaubsgebiete reisen, […] Reisebeschränkungen auferlegt“ werden.

Warnung nicht nur an Spieler gerichtet

Diese deutliche Warnung sei allerdings nicht nur an die Bürger gerichtet, sondern auch an Staaten wie Vietnam, Kambodscha oder die Philippinen. Die deutlichen Worte sollen Beobachtern zufolge Staaten wie diese auffordern, Regulierungen des Glücksspiels zu ergreifen und weiterzuentwickeln. Erste Warnungen im vergangenen Jahr zeigten bereits Wirkung. So ist in Kambodscha bereits verschärft gegen Glücksspiel von und für Chinesen vorgegangen worden. Daraufhin sind Tausende Chinesen wohl wieder abgereist.

Noch deutlicher ist die Aufforderung der chinesischen Botschaft in Kambodscha an chinesische Touristen. Es wird diesen dringend davon abgeraten in Kambodscha an Glücksspiel teilzunehmen. Dabei sind alle zu findenden Angebote eingeschlossen. Es sei in der Vergangenheit schon mehrfach zu Gewaltanwendung gegen Spieler gekommen und dabei seien sogar Todesfälle zu beklagen.

Medien spekulieren nun über die Länder, die auf die schwarze Liste gesetzt worden sind. Darunter könnte auch Australien zu finden sein. Insbesondere VIP-Spieler seien in der Vergangenheit von australischen Casinos angezogen worden. Doch die Folgen könnten sich nicht nur auf die Spieler auswirken, sondern auch auf die Veranstalter. Vergangenen Dezember wurde ein Gesetz verabschiedet, das das Angebot von Glücksspiel für Chinesen im Ausland als kriminelle Handlung einstuft. Somit drohen sowohl Organisatoren als auch Betreibern solcher Glücksspiel-Angebote empfindliche Geld- und auch Haftstrafen in China.

Macau verzeichnete Rückgang in Arbeitsstellen

Vielleicht sind die härteren Maßnahmen auch eine Reaktion auf die negativen Auswirkungen von Corona auf die Glücksspiel-Branche im vergangenen Jahr. So verzeichnete die Casino-Wirtschaft von Macau einen sehr starken Job Rückgang. Im Vergleich zum Vorjahr gab es im vierten Quartal 2020 rund 11.200 weniger Stellen. Obwohl die veröffentlichten Daten von Macaus Statistik- und Einwohneramt stammen und somit nicht eindeutig daraus hervor geht, welche Bereiche von dem Rückgang betroffen sind, gehen Branchenexperten davon aus, dass die Einsparmaßnahmen im gesamten Casino-Bereich zu verorten sind.

Finanzielle Unterstützung für Betroffene

So kam es vergangenes Jahr zu Umsatzrückgängen von 94 Prozent in einigen Monaten. Als Folge sei die Zahl aller freigestellten Beschäftigten in Macau 2020 von 3.200 auf 21.400 gestiegen. Die Daten der Statistikbehörde zeigen, dass über die Hälfte davon dem Glücksspiel-Sektor zu zuschreiben ist. Um Betroffenen aber nicht ganz auf sich gestellt zu lassen, hat Ho Iat Seng – Macaus Regierungschef – bereits letztes Jahr an die Betreiber der sechs lizenzierten Casinos appelliert, dass sie ihrer „sozialen Verantwortung gerecht“ werden sollen. Daraufhin erklärten Glücksspiel-Konzerne wie MGM und Sands, dass sie ihren Beschäftigten finanzielle Unterstützung geben wollen. Dazu gehören Maßnahmen wie an Stelle von Entlassungen eine Mischung aus bezahlter und unbezahlter Freistellung anzubieten.

Erfreulich hingegen ist die Nachricht, dass die Zahl der unterbeschäftigten Personen im vierten Quartal leicht zurückgegangen sei. Diese Meldung kam von Macaus Minister für Wirtschaft und Finanzen vor gut einer Woche. Somit scheint sich die Lage in Macau langsam wieder zu erholen. Dennoch bleibt abzuwarten, wie es weiter geht, denn solange keine oder weniger Touristen nach Macau kommen, bleibt die Situation sicher angespannt.

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