Caesars Entertainment: Verkauf nimmt langsam Formen an

Erst Anfang des Jahres hat der Milliardär Carl Icahn seinen Anteil an Caesars Entertainment auf 18 Prozent angehoben. Der Unternehmer besetzt damit ein Drittel aller Sitze im Vorstand und macht sich bereits seit der Anteilserhöhung für einen Verkauf des Unternehmens stark. Zunächst war hier nur von einem Gerücht die Rede, doch die Pläne scheinen sich entwickelt zu haben. Unbedingt überraschend kommt das nicht, denn Icahn ist für diese Art von Übernahmen durchaus bekannt.

Icahn der „Coporate Rider“

Carl Icahn ist das, was man in den Vereinigten Staaten als „Corporate Rider“ bezeichnet. Der deutsche Begriff hierfür lautet „Unternehmensjäger“ und beschreibt das Geschäftsgebaren des erfolgreichen Milliardärs eigentlich ziemlich gut. Als „Corporate Rider“ ist Icahn darauf spezialisiert, sich Anteile an Unternehmen zu sichern, diese möglichst auszubauen und die Konzerne anschließend für eine schöne Rendite vom Verkauf zu überzeugen. Zu großer Prominenz ist der Casino-Besitzer zu Beispiel vor einigen Jahren gekommen, als er den Konzern Ebay davon überzeugen konnte, den Online-Bezahldienst PayPal auszugliedern. Und das, obwohl Icahn lediglich Anteile von etwas mehr als zwei Prozent an Ebay besaß. Die Idee allerdings war glorreich, denn rund um PayPal konnte in den kommenden Jahren eine ganz eigene Erfolgsgeschichte geschrieben werden.

Dennoch wurde so bereits durch die letzten Schritte des Milliardärs deutlich, wohin die Reise für Caesars Entertainment gehen soll. Der Konzern wurde erst zu zehn Prozent von Icahn übernommen, anschließend legte der Unternehmer noch einmal nach und sicherte sich weitere acht Prozent der Anteile. Insgesamt 18 Prozent sind es also, gleichbedeutend mit vier von zwölf Sitzen im Aufsichtsrat – und so nimmt der mögliche Verkauf langsam Fahrt auf.

Interessenten scheinen bereits gefunden

In den letzten Tagen sollen die Forderungen des Milliardärs nach einem Verkauf wieder lauter geworden sein. Interessenten für eine Übernahme scheinen auch vorhanden, denn so berichtet die „New York Post“, dass die Eldorado Resorts und auch der Milliardär Tilman Fertitta an einem Kauf interessiert sein sollen. Für Fertitta, der als Gründer des Golden-Nugget-Casinos ebenfalls zum Milliardär aufgestiegen ist, wäre es bereits der zweite Versucht für eine Übernahme vom Caesars. Der erste Versucht vor einigen Jahren scheiterte. Nun allerdings bekommt die ganze Debatte noch einmal neuen Wind und schein aktuell brisanter denn je zu sein. Auf der einen Seite ist das nicht überraschend, immerhin sind Übernahme und anschließender Verkauf bei Carl Icahn die gängige Praxis.

Allerdings darf bei allem Ruhm und Glamour des Unternehmens auch nicht vergessen werden, dass es vor gar nicht allzu langer Zeit noch ganz andere Momente gab. 2017 konnte nämlich erst ein Insolvenz-Verfahren beendet werden, nachdem das Unternehmen eine Summe von mehr als vier Milliarden US-Dollar an seine Gläubiger zahlte. Dieses Geld wiederum stammte aus dem Verkauf der Caesars-Tochter „PlayTika“. Allerdings: Getilgt sind die Verbindlichkeiten des Riesen noch lange nicht, denn noch fast 14 Milliarden Euro stehen hier offen. Zugute kommt dem Konzern jedoch, dass die Geschäfte insgesamt als flüssig bezeichnet werden können. Caesars ist in mehr als zehn US-Bundestaaten aktiv und betreibt rund 40 Casinos im gesamten Land. Damit handelt es sich bei Caesars Entertainment um eines der größten und gleichzeitig bekanntesten Glücksspielunternehmen auf dem US-Markt.

Schluckt Wynn den australischen Konkurrenten Crown?

Auch abseits des großen Trubels um Caesars und einen möglichen Verkauf des Unternehmens gibt es in Las Vegas derzeit einige Bewegungen auf dem Glücksspielmarkt. Für Schlagzeilen, aktuell allerdings im positiven Sinne, sorgt wieder einmal das Unternehmen der Wynn Resorts. Der Konzern musste in der jüngeren Vergangenheit einige negative Meldungen verkraften, aktuell geht es aber um die Übernahme des australischen Konkurrenten der Crown Resorts. Eine Summe von mehr alssechs Milliarden Euro steht für die Übernahme im Raum, offenbar soll auf beiden Seiten Interesse vorhanden sein. So berichten verschiedene Medien, dass Crown-Besitzer James Packer keine Lust mehr auf den Casino-Betrieb hat und sich gerne in ein ruhigeres Leben in Argentinien zurückziehen möchte. Die Wynn Resorts wiederum würden sich durch die Übernahme von Crown ein zweites Standbein in Asien erschaffen. Hier ist man zwar bereits in Macau aktiv, allerdings droht eine gewisse Gefahr durch die örtlichen Glücksspielbehörden. Ein weiterer Vorteil für Wynn wäre im Falle einer Übernahme, dass man einen direkten Mitbewerber um wichtige und bedeutsame Lizenzen in Japan schlucken könnte.

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