Beben bei Casinos Austria: Alexander Labak steigt aus

Ein echtes Beben geht durch die österreichische Glücksspiel-Welt. Wie bekannt wurde, wird der Chef der Casinos Austria, Alexander Labak, seinen Vertrag nicht verlängern. Dieser läuft damit Ende 2019 aus und ein Nachfolger wird dann seinen Platz einnehmen. Kritiker von Labak sehen sich bestätigt, das Unternehmen sucht derweil auf Hochtouren nach einem geeigneten Nachfolger. Kandidaten stehen durchaus bereit.

Immer wieder wurden Gerüchte befeuert

Zugegebenermaßen ist die Casag ein hochkompliziertes Konstrukt, da mit dem Staat, Novomatic und der tschechischen Sazka-Gruppe gleich drei große Teilhaber vorhanden sind. Eigene Entscheidungen durchzudrücken ist in diesem Gebilde nahezu unmöglich, Diskussionen waren somit schon seit jeder vorprogrammiert. Wie groß das Ausmaß regelmäßig ausfallen würde, dürfte zum damaligen Zeitpunkt aber tatsächlich noch keiner der Beteiligten geahnt haben. Immerhin hatte sich der ehemalige ÖVP-Finanzminister Hans Jörg Schelling eigentlich einen schönen Plan überlegt: Er wollte die Teilhaber auszahlen, das Unternehmen komplett verstaatlichen und anschließend gewinnbringend wieder verkaufen. Doch daraus wird nichts, denn schon seit Monaten ringt die Casag um Einigkeit und Harmonie.

So wurden in den vergangenen Monaten immer wieder Gerüchte laut, dass Sazka-Anhänger Alexander Labak das Schiff verlassen muss – und genau das ist jetzt eingetroffen. Wie die Casinos Austria mitteilte, wird Labak seinen Vertrag Ende 2019 nicht verlängern. Ab 2020 wird damit ein neuer Mann oder eine neue Frau an der Spitze des Casinos agieren.

Nachfolger wohl aus dem Vorstand

Der Vertrag von Labak ist nicht der einzige, der Ende 2019 ausläuft. Allerdings werden die restlichen Vorstände in Persona von Dietmar Hoscher und Bettina Glatz-Kremser ihre Verträge wohl verlängern. Bettina Glatz-Kremser gilt hinter vorgehaltener Hand zudem als heißeste Kandidatin für die Nachfolge des dahinscheidenden Chefs. Obwohl Labak seinen Vertrag nicht verlängert, erklärte er, dass er trotzdem bis zu seinem Vertragsende für die Casag aktiv sein wolle. Möglicherweise kommt durch den direkten Nachfolger aus dem Vorstand nun wieder ein bisschen mehr Ruhe in den Glücksspielkonzern. Alexander Labak hatte in den letzten Monaten nicht unbedingt für eine gute Stimmung gesorgt und auch die Mitarbeiter in Aufregung versetzt.

So wollte Labak zum Beispiel zunächst das Auslandsgeschäft abstoßen, welches jedoch nach jahrelangen Investitionen und Minusrunden gerade erst anfing, Gewinne einzufahren. Die Casag hat ihr Auslandsgeschäft behalten, Labak musste zähneknirschend akzeptieren. Damit aber nicht genug: Kurze Zeit später verfasste Labak einen Brandbrief an den Vorstand der Casag und erklärte hier, dass das „Wohl des Unternehmens massiv gefährdet“ sei. Dabei bezog sich Labak aber nicht etwa auf eine Gefahr von Außerhalb oder ähnlichem, sondern auf den Betriebsrat. Kein besonders kluger Schachzug, denn bereits nach kürzester Zeit regte sich enormer Widerstand aus der Belegschaft. Es dürfte daher nicht wenige Mitarbeiter bei der Casag geben, die dem Abschied mit einem lachenden Auge gegenüberstehen.

Allerhand neue Änderungen stehen an

Wie die Casag mitteilte, wird es in den kommenden Monaten noch zahlreiche weitere Änderungen geben. So soll Christian Schütz im Unternehmen neue Aufgaben bekommen, nachdem er über zehn Jahre als Leiter der heimischen Casinos aktiv war. Übernommen wird diese Aufgabe jetzt vom bisherigen Direktor des Casinos in Wien, Reinhard Deiring, und dem bisherigen Leiter des Beteiligungsmanagements, Christian Lang. Mit Blick auf das Auslandsgeschäft der Casinos Austria International ergeben sich ebenfalls Veränderungen. Christoph Zurucker-Burda erhält als langjähriger Geschäftsführer Unterstützung von Helmut Wede, der bislang als Manager der Schweizer Geschäfte der CAI aktiv war. In diesem Zusammenhang erklärte die Casag aber, dass das österreichische Geschäft weiterhin eigenständig bleiben solle. Dennoch wolle man auch Synergien nutzen, erklärte der Konzern.

Zusammenfassend lässt sich damit sagen, dass bei der Casinos Austria AG in den nächsten Jahren eine nahezu neue Ausrichtung auf dem Programmplan steht. Bis Ende 2019 hat der Konzern nun Zeit, sich hier schlagfertig aufzustellen und dafür zu sorgen, dass nach dem Abgang von Alexander Labak ein Nachfolger lückenlos übernehmen kann. Sollte dies nicht gelingen, dürfte es ein hartes Jahr 2020 werden – für alle Beteiligten.

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Bildquelle: MichaelGaida @ Pixabay