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25.05.2007

Von der Leyen: Gleiche Chancen für alle junge Menschen sind eine Voraussetzung des sozialen Europa

EU-Jugendrat diskutiert Perspektiven und neue Instrumente für die europäische Jugendpolitik

Jugendrat

Der verstärkte Austausch guter Praxis und ein Europäischer Jugendbericht sollen künftig zur Verbesserung der Lebenslagen junger Menschen in Europa beitragen. "Eine ständige Berichterstattung auf europäischer Ebene wird wichtige Daten und das Wissen über junge Menschen in Europa bündeln. So schaffen wir die Grundlage für eine durchsetzungsstarke Jugendpolitik in Europa. Ziel ist, möglichst vielen jungen Menschen gerechte Chancen zu eröffnen", betont die Ratsvorsitzende, Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, anlässlich der Verabschiedung von Schlussfolgerungen zur künftigen jugendpolitischen Zusammenarbeit in Europa in der heutigen Sitzung des EU-Jugendrats in Brüssel.

"Wenn wir wissen wollen, wo die Chancen und Probleme beruflicher und sozialer Integration junger Menschen liegen, müssen wir uns die Praxis vor Ort anschauen. Dieses Erfahrungswissen muss in einem gemeinsamen Europa auch grenzüberschreitend zugänglich sein", so von der Leyen weiter. "Ich freue mich, dass der Jugendrat heute den konkreten Vorschlag aufgegriffen hat, hierfür in den nächsten Jahren einen stabilen Rahmen zu schaffen."

Der Jugendrat hat außerdem eine Entschließung "Gleiche Chancen und uneingeschränkte gesellschaftliche Beteiligung für alle jungen Menschen" beschlossen. Von der Leyen: "Europa muss allen jungen Menschen eine Perspektive bieten. Angesichts des demographischen Wandels und im Hinblick auf den Zusammenhalt der Gesellschaft gehört dies zu den größten gesellschaftlichen Herausforderungen, denen wir in Europa heute begegnen müssen." Insbesondere junge Leute, die aufgrund einer Behinderung oder ihres sozi-ökonomischen, kulturellen oder geographischen Hintergrunds benachteiligt sind, sollen nach dem Willen des Jugendrats individuell in die Lage versetzt werden, ihr Recht auf gleiche Chancen zur gesellschaftlichen Beteiligung wahrzunehmen. Der Rat betont die Notwendigkeit, Chancengleichheit stärker in allen jugendrelevanten Bereiche der EU und der Mitgliedstaaten zu berücksichtigen. Dabei bezieht sich die Entschließung auch auf die Ergebnisse des Jugendevents der Ratspräsidentschaft im April in Köln.

Im Vorfeld der Ratssitzung traf die Bundesjugendministerin gemeinsam mit ihren finnischen, slowenischen, portugiesischen und französischen Kollegen sowie EU-Kommissar Ján Figel' eine Gruppe Jugendlicher aus verschiedenen europäischen Mitgliedsstaaten. Rund anderthalb Stunden diskutierten sie die Ergebnisse des ersten europäischen Jugendgipfels in Rom und des Jugendevents der Ratspräsidentschaft in Köln. Deutschland ist nach Finnland die zweite Präsidentschaft, die ein solches Treffen im Rahmen des strukturierten Dialoges zur verstärkten Einbeziehung junger Menschen in die Politikgestaltung durchführt.



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Datum: 26.05.2007