Anlässlich des Informellen Rates in Mainz hat Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer als amtierender Ratspräsident es sich nicht nehmen lassen, den angereisten Kolleginnen und Kollegen aus der EU ein Geschenk von nachhaltigem Wert zu übergeben: einen echten Rebstock.
Die Übergabe der einzelnen Rebstöcke erfolgte an jede Ministerin und jeden Minister durch Überreichung einer Urkunde. Mit der Urkunde wird eine Patenschaft begründet. Die Rebstöcke wachsen im Rheingau, auf dem Weingut eines Familienbetriebes, der bereits mehrfach für die Qualität seiner Weine ausgezeichnet wurde. Mit der Patenschaft erhalten die Ministerinnen und Minister das Recht, jederzeit den Weinberg zu betreten und ihren Weinstock zu besuchen. Um die Mühsal der eigenen Ernte zu ersparen, wird den beschenkten Ministern jedes Jahr eine Flasche Wein als Anteil der Ernte am Rebstock per Post zugeschickt. Außerdem trägt der Rebstock ein graviertes Namensschild des Beschenkten. In einer Urkunde, die den neuen Besitzern jeweils persönlich überreicht wurde, sind die Rechte an der Rebe dokumentiert. Die Patenschaft an der Rebe ist auf drei Jahre befristet.
Der Rheingau ist eines von 13 Weinanbaugebieten in Deutschland. Er gehört trotz seiner im Verhältnis bescheidenen Größe von etwa 3.500 Hektar Rebfläche (zum Vergleich: Bordeaux hat rund 120.000 Hektar) zu den bedeutendsten Weinanbaugebieten der Welt. In Deutschland insgesamt werden durchschnittlich zehn Millionen Hektoliter Wein pro Jahr geerntet und damit etwa fünf Prozent der Gesamtweinproduktion der EU. Deutschland ist damit der viertgrößte Weinproduzent der EU. Die am meisten angebauten Sorten sind Riesling, Müller Thurgau und Spätburgunder.
Weitere Informationen zum Informellen Treffen der EU-Agrarminister finden Sie unter www.eu2007.de.