In Berlin ist am heutigen Freitag die Sozialpartner-Konferenz „Beschäftigung und Sozialdialog im Rahmen der EuroMediterranen Partnerschaft“ eröffnet worden. An dem Treffen nehmen Ministerinnen und Minister der Mitgliedstaaten sowie Vertreter der EU-Kommission und von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden teil. Insgesamt werden rund 190 Delegierte erwartet.
Zum ersten Mal ist es das Ziel einer Konferenz, die interregionale Zusammenarbeit bei der Beschäftigungs- und Sozialpolitik zwischen den EU-Mitgliedsstaaten und den südlichen Mittelmeeranrainern zu intensivieren. Die Grundlage dafür bildet der Barcelona-Prozess, der seit 1995 die politische, wirtschaftliche und kulturelle Kooperation dieser Staaten fördert. Nun soll auch die soziale Ebene sichtbarer werden. Nur so kann langfristig ein gemeinsamer Raum der Sicherheit und des Wohlstands geschaffen werden.
Die Konferenz wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Auswärtigen Amt in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung ausgerichtet und von der EU-Kommission gefördert. Teilnehmer sind unter anderen der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Franz Müntefering, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und EU-Sozialkommissar Vladimir Spidla.
In verschiedenen Foren und auf einer Podiumsdiskussion sollen Erfahrungen ausgtauscht und neue Impulse gegeben werden, um die Beschäftigungswirkung der EU-Nachbarschaftspolitik zu verbessern. Ein gemeinsamer Raum der Sicherheit und des Wohlstands lässt sich ohne funktionierenden sozialen Dialog und neue Arbeitsplätze nicht dauerhaft schaffen. Die Folge wären eine wachsende Gefährdung der sozialen Stabilität in den südlichen Mittelmeeranrainern und eine sich verschlechternde soziale und wirtschaftliche Entwicklung.
Darüber hinaus soll mit der Konferenz, die im Auswärtigen Amt und in der Friedrich-Ebert-Stiftung stattfindet, ein Beitrag zur Umsetzung des EU-Ansatzes zur sozialen Dimension der Globalisierung geleistet werden.
Weitere Informationen finden Sie unter www.eu2007.de oder der Website des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.