Um den Kampf gegen die Armut in Afrika gewinnen zu können, muss die Energie-Armut beseitigt werden, sagte Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul heute auf dem Afrika-Europa Energieforum in Berlin. Den Menschen in den Entwicklungsländern – allen voran den afrikanischen - Zugang zu Energie zu verschaffen, ist eine wichtige Voraussetzung zur Erreichung der UN-Millenniumsentwicklungsziele, die bis 2015 erreicht werden sollen. Wieczorek-Zeul: „Ohne Energie ist keine nachhaltige Entwicklung möglich.“
Rund die Hälfte der afrikanischen Bevölkerung lebt in absoluter Armut, 70 Prozent sind auf traditionelle Biomasse als einzige Energieform angewiesen. Es gilt, die afrikanischen Länder dabei zu unterstützen, ihren großen Energiebedarf zu decken, um ihnen wirtschaftliches Wachstum zu ermöglichen. Dabei sollen vor allem erneuerbare Energien gefördert werden, um negative Auswirkungen auf das Klima möglichst zu vermeiden und um die Abhängigkeit der afrikanischen Volkswirtschaften von teurem Öl zu verringern.
Die Bundesregierung fördert in Afrika zurzeit Energie-Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von 386 Millionen Euro. Das Afrika-Europa Energieforum ist ein wichtiger Schritt zur Bildung einer Partnerschaft, die der Verbesserung der Energiesicherheit sowie der Bekämpfung der Armut und des Klimawandels dient. Ministerin Wieczorek-Zeul kündigte an, die Doppelpräsidentschaft zu nutzen, um eine nachhaltige Energiepolitik in den Ländern Afrikas stärker zu fördern: „Eine langfristige Energiepartnerschaft ist für Afrika und Europa in beiderseitigem Interesse.“
Die Energiepartnerschaft wird eines der zentralen Themen des Informellen Treffens der EU Entwicklungsminister/-innen am 12. und 13 März auf dem Petersberg bei Bonn sein. Weitere Informationen zu diesem Gipfeltreffen finden Sie unter www.eu2007.de.