Gestern hat der Europäische Rat unter deutschem Vorsitz die neue Marktzugangsstrategie der Europäischen Union gebilligt. Ziel ist eine Verbesserung des Marktzugangs für Unternehmen aus Europa und Deutschland in Drittstaaten.
Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos, begrüßt die neue Marktzugangsstrategie: "Es geht darum, dass die Europäische Union, die Mitgliedstaaten und die Wirtschaft vor Ort in den Drittstaaten ihre Kräfte bündeln, um den Marktzugang für die Unternehmen aus Europa zu verbessern. Es ist gerade die Vielzahl unterschiedlicher und immer neuer nichttarifärer Handelshemmnisse, die unserer Exportwirtschaft das Leben schwer macht. Mit der neuen Marktzugangsstrategie können diese Handelshemmnisse effektiver angegangen werden."
Bundesminister Glos sieht in Übereinstimmung mit den Stimmen aus der deutschen Wirtschaft die Vorteile für deutsche Unternehmen: "Wir wollen mit der neuen Marktzugangsstrategie insbesondere den Bedürfnissen von kleinen und mittelständischen Unternehmen Rechnung tragen. Mehr Transparenz und einfachere Verfahren helfen unserer mittelständisch geprägten Exportwirtschaft in besonderer Weise."
Die aktualisierte Marktzugangsstrategie der Europäischen Union soll exportierende Unternehmen aus der EU noch besser mit Informationen über die Marktzugangsbedingungen in Drittstaaten versorgen. Sie bietet einen Rahmen zur Identifizierung und zum Abbau von Handelsschranken, insbesondere von nichttarifären Handelshemmnissen. Die EU-Kommission hatte ihre Überlegungen zur Erneuerung der Marktzugangsstrategie aus dem Jahre 1996 durch die Mitteilung "Globales Europa - Eine starke Partnerschaft zur Öffnung der Märkte für europäische Exporteure" dem Rat unterbreitet. Die deutsche Ratspräsidentschaft konnte die Beratungen dazu mit der Verabschiedung von Schlussfolgerungen erfolgreich abschließen. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Bildung lokaler Marktzugangsteams in Drittstaaten unter Einbeziehung des Europäischen Netzwerks nationaler Handelskammern.