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11.06.2007

Erste europäische Energiestrategie für den Verkehr verabschiedet

Verkehr, Colourbox

Die Verkehrsminister der EU haben heute unter dem Vorsitz des deutschen Ratspräsidenten Wolfgang Tiefensee einstimmig die Schlussfolgerungen des Rates zu einer "Europäischen Energiestrategie für den Verkehr" verabschiedet. Erstmals hatten sie auf der Ratstagung unter deutscher Präsidentschaft im März über Klimaschutz, Energie und Verkehr diskutiert und damit hierfür die Grundlage geschaffen.

"Mit den Schlussfolgerungen legen wir erstmals eine Roadmap vor für eine europäische Energiestrategie für den Verkehr. Sie zeigt ganz klar auf, wo wir in der nächsten Zeit die Schwerpunkte setzen wollen: Zum einen natürlich beim Kraftstoffverbrauch der Pkw. Hier stellen wir die ehrgeizigsten Anforderungen weltweit. Wichtig ist, dass alle Hersteller, in jedem Marktsegment und bei jedem Modell dazu einen Beitrag leisten. Das gilt nicht nur für die Hersteller großer Fahrzeuge, sondern auch für die Hersteller von Klein- und Mittelklassewagen, die das Gros der Flotte bilden und somit die größten Wirkungen für die Umwelt bringen", sagte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee heute in Luxemburg.

Dies müsse jedoch flankiert werden durch gute Infrastruktur, durch die richtigen Rahmenbedingungen für den zunehmenden Einsatz alternativer und regenerativer Kraftstoffe und das Setzen der richtigen Anreize, um auch auf der Seite der Verkehrsteilnehmer klimabewusstes Verhalten attraktiv zumachen. Hier wollen die Verkehrminister künftig gemeinsam neue Akzente setzen und in den europäischen Willensbildungsprozess einbringen.

"Es geht uns aber nicht nur um die Straße. Auch bei den anderen Verkehrsträgern können und müssen wir noch erhebliche Verbesserungen der Energieeffizienz und der Klimarelevanz des Transports erreichen. Auch hier ist es wichtig, die Potenziale effizienter und wenn möglich alternativer Kraftstoffe zu nutzen, insbesondere auch im Schiffsverkehr. Wir müssen erreichen, dass zunehmend umweltverträglicher Schiffsdiesel eingesetzt wird, und auch in der Binnenschifffahrt halte ich eine zügige Verbesserung der Kraftstoffe für wichtig. Dies trägt dazu bei, dass neben geringeren Emissionen auch noch größere Verbrauchsersparnisse beim Einsatz moderner Motoren erzielt werden", so Tiefensee.



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Datum: 12.06.2007