Am Rande des Rates für Allgemeine Angelegenheiten und Außenbeziehungen fand am Dienstag, dem 23.01.2007, ein erstes Treffen der EU-Troika mit der OSZE statt. Für die EU-Troika nahmen bei dem Treffen Staatsminister Günter Gloser, der Hohe Repräsentant für die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik Javier Solana und der portugiesische Staatsekretär für Europa Manuel Lobo Antunes teil.
Die OSZE wurde vom spanischen Außenminister Miguel Ángel Moratinos, der derzeit den Vorsitz innehat, vertreten. Für Finnland, das als nächstes den Vorsitz innehaben wird, nahm die Leiterin der politischen Abteilung des finnischen Außenministeriums Anne Sipilainen teil und für den vorangegangenen belgischen Vorsitz des Außenministers Karel De Gucht der Sondergesandte Pierre Chevalier.
Weiter anwesend war der Generalsekretär und Leiter des OSZE-Sekretariats Marc Perrin de Brichambaut.
Die EU und die OSZE wollen vor allem in Zentralasien ihre Zusammenarbeit stärken. In dieser nicht nur aus sicherheits- und energiepolitischen Erwägungen wichtigen Region stehen für uns Förderung von Stabilität, Demokratie und wirtschaftlichem Wachstum im Zentrum. Bezüglich Zentralasien gibt es eine große Übereinstimmung zwischen den Zielen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und des spanischen OSZE-Vorsitzes, so Staatsminister Gloser.
Weiter wird eine verstärkte Zusammenarbeit bei den Regionalkonflikten im Südkaukasus und Transnistrien angestrebt. Ziel ist eine friedliche Lösung der Regionalkonflikte, die den Weg für eine demokratische und wirtschaftliche Entwicklung freimacht.
Ferner im Fokus der Gespräche stand die Zusammenarbeit auf dem Balkan und insbesondere im Kosovo. Bald werde VN-Sondervermittler Martti Ahtisaari seine Vorschläge für eine Statuslösung vorlegen. Die internationale Gemeinschaft und insbesondere die Europäer tragen bei Umsetzung der Statuslösung eine große Verantwortung. Wir werden gefordert sein, den Aufbau eines funktionsfähigen Gemeinwesens im Kosovo zu unterstützen. Dabei setzen EU und OSZE auf eine enge Zusammenarbeit.