Das informelle Treffen der Ministerinnen und Minister für Beschäftigung und Soziales vom 18. bis 20. Januar 2007 in Berlin bietet Gelegenheit für einen intensiven Austausch zum Thema "Gute Arbeit". Die Themenstellung beruht auf den Schwerpunkten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Dabei geht es um die „Weiterentwicklung des Europäischen Sozialmodells" sowie „Gute Arbeit“ und „Chancengleichheit“. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales greift damit das Ziel der Lissabon-Strategie, "Schaffung von mehr und besseren Arbeitsplätzen in Europa", auf. Die Frage nach angemessenen Regelungen neuer Beschäftigungsformen ist auch Gegenstand des kürzlich von der Kommission vorgelegten Grünbuchs Arbeitsrecht.
Die Themenstellung kann auch die unter der österreichischen und der finnischen Präsidentschaft begonnene Diskussion über die notwendige Balance zwischen Flexibilität und Sicherheit auf dem Arbeitsmarkt ,"Flexicurity“, fortführen und zu einem gemeinsamen Verständnis hierüber beizutragen. So hat das der Europäische Rat im März vergangenen Jahres gefordert. Sie berührt ferner aktuelle Diskussionen, wie unter sich wandelnden Bedingungen des Arbeitsmarktes - neue Beschäftigungsformen, gebrochene Erwerbsbiografien, Erhalt der Arbeitsfähigkeit älterer und behinderter Beschäftigter - sozialstaatliche Garantien für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben gegeben werden können.