Mit einem anspruchsvollen Arbeitsprogramm eröffnet der Bundesminister der Verteidigung, Dr. Franz Josef Jung, am 1. März 2007 das informelle Treffen der Verteidigungsminister der Europäischen Union in Wiesbaden, an dem erstmals Bulgarien und Rumänien als EU–Vollmitglieder teilnehmen.
Im Rahmen des 2-tägigen Treffens in Wiesbaden werden sich in insgesamt 3 Arbeitssitzungen die Verteidigungsminister und -ministerinnen aus nunmehr 27 Nationen und der Generalsekretär und Hohe Repräsentant der EU, Dr. Javier Solana, über aktuelle sicherheitspolitische Fragen austauschen.
Am ersten Tag stehen Operationen und zivile Missionen der EU auf der Agenda.
Hierzu gehören der westliche Balkan mit dem 4-Stufen-Plan und den Statusverhandlungen des Kosovo ebenso wie die Intensivierung der EU-Polizeimission in Afghanistan. Minister Dr. Jung hat den Generalsekretär der NATO, Jaap de Hoop Scheffer, für den ersten Arbeitstag persönlich eingeladen.
Am zweiten Tag stehen die militärischen Fähigkeiten der Europäischen Union im Vordergrund. Die Zusammenarbeit zwischen EU und Vereinten Nationen am Beispiel der erfolgreichen Kongo-Operation wird ebenso Gegenstand der Gespräche sein wie die Weiterentwicklung eigener militärischer Fähigkeiten und die der Europäischen Verteidigungsagentur EDA.
Bundesminister Dr. Jung: „Wir haben mit den EU-Operationen, der Zusammenarbeit mit NATO, Vereinten Nationen und weiteren Partnern sowie der Weiterentwicklung militärischer Fähigkeiten drei vorrangige Handlungsfelder identifiziert, auf denen wir in dieser Ratspräsidentschaft konkrete Fortschritte erzielen wollen“.
Die informellen Treffen der Verteidigungsminister sind fester Bestandteil einer jeden Ratspräsidentschaft und werden traditionell in der ersten Hälfte des sechsmonatigen Ratspräsidentschaftszeitraums abgehalten. Der Vorsitz der EU-Ratspräsidentschaft endet für Deutschland am 30. Juni 2007 und wird von Portugal fortgesetzt.