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23.04.2007

EU-USA: Zwei Wirtschaftsräume rücken zusammen

Zwischen der Europäischen Union (EU) und den USA soll eine Rahmenvereinbarung über eine transatlantische Wirtschaftspartnerschaft geschlossen werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Präsident der Europäischen Kommission, Jose Manuel Barroso, bereiteten im Gästehaus Meseberg den kommenden EU-USA-Gipfel vor.

Merkel erklärte, das neue Abkommen könne das Wirtschaftswachstum in beiden Wirtschaftsräumen ankurbeln. Sie begrüßte sowohl die gute Zusammenarbeit mit der EU-Kommission als auch die Offenheit der Bush-Administration in dieser Frage.

Es gehe darum, so Merkel, in den Wirtschaftsbeziehungen Hindernisse abzubauen, "die uns heute sehr viel Kraft, sehr viel Zeit und sehr viel Geld kosten". Darunter fallen Handelsbehinderungen in allen Industriebereichen, ob in der Chemie, der Pharmaindustrie oder dem Maschinenbau. Lediglich Zölle spielen bei der Vereinbarung keine Rolle; deren weiterer Abbau ist Thema der aktuellen Verhandlungen der Welthandelsorganisation (Doha-Runde).

Die Bundeskanzlerin betonte, langfristig solle ein gemeinsamer Markt geschaffen werden.

Barroso unterstützte die Initiative und erklärte, die beiden Wirtschaftsräume müssten stärker integriert werden.

Merkel und Barroso mit den Wirtschaftsvertretern in MesebergFoto: REGIERUNGonline/Steins Vergrößerung Mit der Wirtschaft in engem KontaktIm Anschluss an das bilaterale Gespräch trafen die Bundeskanzlerin und der Kommissionspräsident mit Wirtschaftsvertretern aus dem Bundesverband der Deutschen Industrie zusammentreffen. Auch dort ging es um die Vorbereitung des bevorstehenden Treffens.

Breites Themenspektrum beim bevorstehenden Treffen

Beim EU-USA-Gipfel am 30. April in Washington stehen Wirtschaftsthemen im Vordergrund. In der Vergangenheit gab es intensive Verhandlungen etwa über ein gemeinsames Luftverkehrsabkommen. Dieses soll in Washington unterzeichnet werden.

Auch der große Komplex Klimaschutz und Energie wird eine Rolle spielen.

Daneben stehen auch die aktuellen außen- und sicherheitspolitischen Themen auf der Tagesordnung. Dazu gehören die Entwicklung im Iran und das Atomdossier, sowie die gesamte Entwicklung im Nahen und Mittleren Osten.



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Datum: 27.04.2007