Der Generalsekretär der Vereinten Nationen übermittelte heute den vom Sondergesandten für den Kosovo-Statusprozess Martti Ahtisaari erarbeiteten Vorschlag zur Bestimmung zum künftigen Status des Kosovo an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.
Die Präsidentschaft der Europäischen Union unterstützt Präsident Ahtisaaris Vorschlag nachdrücklich. Der Statusvorschlag zielt darauf ab, im Kosovo den Aufbau einer multiethnischen, demokratisch und rechtstaatlich verfassten Gesellschaft zu fördern. Er enthält weit reichende Maßnahmen, die die Zukunft sämtlicher im Kosovo lebender Bevölkerungsgruppen, insbesondere der Kosovo-Serben, sichern sollen. Er legt die Grundlage für eine nachhaltige wirtschaftliche und politische Entwicklung des Kosovo und wird zur Stabilität in der gesamten Region beitragen.
Der Statusvorschlag baut auf den intensiven, über zwölfmonatigen Direktgesprächen auf, die seit Februar 2006 zwischen Belgrad und Pristina geführt wurden und die in den Kernfragen ohne Ergebnis geblieben sind. Aus Sicht der Präsidentschaft der Europäischen Union ist der Vorschlag ein fairer, ausgewogener und zukunftsweisender Kompromiss.
Mit der Übermittlung des Statusvorschlags an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen tritt der Prozess zur Bestimmung des künftigen Status des Kosovo nunmehr in seine entscheidende Phase. Die Präsidentschaft der Europäischen Union geht davon aus, dass der Sicherheitsrat seiner Verantwortung gerecht wird und hofft, dass er den Vorschlag zeitgerecht billigen wird.