Anlässlich des fünften Jahrestags der Entführung von Ingrid Betancourt und ihrer Wahlkampfleiterin am 23. Februar 2002 richtet sich das Augenmerk der internationalen Gemeinschaft erneut auf die Tragödie, die das Leben der Geiseln in Kolumbien bestimmt. Einige werden seit neun Jahren gefangen gehalten.
Die Europäische Union wiederholt deutlich und unmissverständlich, dass sie Geiselnahmen, wo auch immer sie erfolgen, verurteilt. Sie ruft die illegalen Gruppen in Kolumbien auf, unverzüglich alle Entführten frei zu lassen und von Entführungen und Geiselnahmen Abstand zu nehmen.
Die Union hat bereits auf die Notwendigkeit einer humanitären Vereinbarung hingewiesen und erinnert daran, dass es dringend erforderlich ist, einen Dialog zu etablieren, der den Abschluss einer solchen Vereinbarung ermöglicht. Sie verweist in diesem Zusammenhang auf den diesbezüglichen Vorschlag Spaniens, Frankreichs und der Schweiz.
Die Bewerberländer Türkei, Kroatien* und ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien*, die Länder des Stabilisierungs- und Assoziierungsprozesses und potenziellen Bewerberländer Albanien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Serbien und die dem Europäischen Wirtschaftsraum angehörenden EFTA-Länder Island, Liechtenstein und Norwegen sowie die Ukraine und die Republik Moldau schließen sich dieser Erklärung an.
* Kroatien und die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien nehmen weiterhin am Stabilisierungs- und Assoziierungsprozess teil.