Sachsen-Anhalt liegt in der Mitte Deutschlands und grenzt an Brandenburg, Sachsen, Thüringen und Niedersachen. 2,5 Millionen Menschen leben auf einer Fläche von 20445 Quadratkilometern. Magdeburg ist nach Halle/Saale die zweitgrößte Stadt und Landeshauptstadt. Seit 2002 ist Wolfgang Böhmer Ministerpräsident, seit 2006 steht er an der Spitze einer großen Koalition aus CDU und SPD.
www.sachsen-anhalt.de
Sachsen-Anhalt hat in seiner heutigen Gestalt keine wirkliche Tradition, denn es existierte als Bundesland nur von 1947 bis 1952. Im Zuge umfassender Verwaltungsreformen in der DDR wurde das Land aufgelöst. Erst mit der deutschen Wiedervereinigung 1990 entstand Sachsen-Anhalt wieder als eines der fünf neuen Bundesländer. Die Geschichte des historischen Raums Sachsen-Anhalt hingegen reicht bis weit in die Anfänge der deutschen Geschichte. Kaiser Otto I. (936–973) gilt als erster Förderer des Gebietes an der Mittelelbe. Er wurde im Dom zu Magdeburg beigesetzt.
Sachsen-Anhalt ist international vor allem durch das Chemiedreieck Halle/Saale-Merseburg-Bitterfeld ein Begriff und hat nach der Wiedervereinigung die meisten ausländischen Direktinvestitionen angezogen. Heute raffiniert Total in Leuna Erdöl, Dow Chemical produziert in Schkopau Kunststoffe, Enercon baut in Rothensee bei Magdeburg Windräder, und Mifa stellt in Sangerhausen Markenfahrräder her.
www.wisa.de
Sachsen-Anhalt verfügt mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg über eine 500 Jahre alte Institution. Die 1993 gegründete Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg ist die jüngste Hochschule Deutschlands. Die Hochschule für Kunst und Design in der Burg Giebichenstein in Halle genießt überregionale Anerkennung. Fünf Leibniz-Institute, drei Max-Planck-Institute, zwei Fraunhofer-Institute und das Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle bilden den Kern der Forschungslandschaft.
Sachsen-Anhalt ist das Bundesland mit der höchsten Dichte an Unesco-Weltkulturerbestätten in Deutschland. Dazu gehören das Bauhaus in Dessau, die Lutherstädte Wittenberg und Eisleben, die Altstadt von Quedlinburg und der Schlosspark von Wörlitz. Die „Straße der Romanik“ mit ihren Burgen, Schlössern, Kirchen, Klöstern und Domen bietet eine Zeitreise ins Mittelalter. Der berühmteste Sohn des Landes ist der Reformator Martin Luther.