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DEUTSCHE G8-PRÄSIDENTSCHAFT

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Tourismus

 

Römer und Ritter, Mythen und Märchen, Rhein und Wein – das Urlaubsland Rheinland-Pfalz lockt mit Naturlandschaften, Sehenswürdigkeiten und Wein. 6,67 Millionen Gäste kamen zwischen Januar und November 2004 nach Rheinland-Pfalz – das sind 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Tourismus ist einer der stärksten Wirtschaftszweige des Landes. Spezialangebote sollen die Branche auf Wachstumskurs halten. So führt eine Reise an die Drehorte der Filmserie „Heimat“ im Hunsrück, eine andere zum Mittelalter-Spektakel in Worms oder zum Sommerfest „Rhein in Flammen“ bei Koblenz. Speziell für Frauen ist das Arrangement „Weinfaszination“ gedacht. Drei engagierte Winzerinnen führen durch die vier Weinregionen Mosel-Saar-Ruwer, Rheinhessen, Nahe und Pfalz, stellen ihre Weingüter vor und laden zur Verkostung ein.

 

Mainz

Medien und Fastnacht: Mainz ist die Medienstadt. Johannes Gutenberg erfand in Mainz den Buchdruck und veränderte damit die Welt. An sein Werk erinnert das Weltmuseum der Druckkunst. Auf dem Lerchenberg sitzt heute die größte europäische Fernsehanstalt, das Zweite Deutsche Fernsehen ZDF. Seit 1477 ist Mainz auch Universitätsstadt. 30.000 junge Menschen studieren in der Landeshauptstadt. Der romanische Kaiserdom ist das Wahrzeichen der Stadt. Zur „Fassenacht“ gehört Mainz den Narren. Dann heißt es „Mainz, wie es singt und lacht“.

Mosel

Römer und Wein: Trier ist eine der ältesten deutschen Städte. Kaiser Augustus gründete „Augusta Treverorum“ im Jahr 16 vor Christus. Bis ins 5. Jahrhundert war Trier die Hauptstadt des Weströmischen Reiches. Davon zeugen heute noch das Amphitheater oder das größte römische Stadttor nördlich der Alpen, die Porta Nigra. Mit den Römern kam auch der Wein an die Mosel. Selbst die steilsten Flusshänge sind heute mit Reben bewachsen. Fast jedes Städtchen feiert sein eigenes Weinfest. Märchenhaft wirkt die Burg Eltz in einem Seitental der Mosel.

Worms und Speyer

Mythen und Kaiser: In Worms lebt der Nibelungenmythos. Der Nibelungenweg führt vom Dom bis hinunter an den Rhein zum Hagendenkmal. Der Speyrer Kaiserdom zählt zu den größten Kirchen Europas. Acht deutsche Kaiser und Könige sind hier begraben.

Idar-Oberstein

Edelsteine und Felsenkirche: Idar-Oberstein ist die deutsche Edelsteinstadt. Der kommerzielle Abbau kam zwar 1870 zum Erliegen. Dafür dürfen heute Hobbymineralogen in einer Edelsteinmine schürfen. Über der Stadt thront die einzigartige Felsenkirche.

Weinstraße

Wein und Demokratie: Neustadt an der Weinstraße ist der Mittelpunkt der bekannten Weintouristik-Route. Die Weinstraße führt von Bockenheim an der Grenze zu Rheinhessen über Bad Dürkheim, Wachenheim und Deidesheim bis nach Schweigen-Rechtenbach an der französischen Grenze und bietet 85 Kilometer Weinberge, Weinproben und Weinfeste. Deidesheim ist wegen seines reizvollen Ortsbildes und der idyllischen Lage einer der meistbesuchten Orte der Weinstraße. Oberhalb von Neustadt liegt das Hambacher Schloss. Die Burg war 1832 Schauplatz einer überwältigenden Kundgebung für ein einiges und freies Deutschland. Sie gilt als Wiege der Demokratie.

Eifel

Formel 1 und Vulkane: Der Nürburgring ist der bekannteste Ort in der Eifel und die gefürchtetste Rennstrecke der Welt. Tausende Motorsportfans treffen sich jedes Jahr am „Ring“. Die meisten Touristen schätzen an der Eifel aber vor allem die Vulkanlandschaft mit ihren Maaren, kleinen Seen vulkanischen Ursprungs. Die „Augen der Eifel“ liegen mitten in artenreichen Naturschutzgebieten. Eine Attraktion ist der Vulkanpark rund um den Laacher See mit der 50 Meter hohen Wingertsbergwand und der berühmten Abtei Maria Laach.

Mittelrhein

Sagen und Burgen: Die Loreley, die Sage von einer Nixe, die Rheinschiffer ins Verderben lockt, hat das Mittelrheintal berühmt gemacht. Tatsächlich handelt es sich um einen hoch über den Rhein aufragenden Felsen, der heute ein beliebter Ausgangspunkt für Rheinreisende ist. Seit 2002 ist das Mittelrheintal zwischen Koblenz im Norden und Bingen im Süden Welterbe der Unesco und verfügt mit 40 Burgen über eine einzigartige Kulturlandschaft. Legendär ist der Mäuseturm auf einer Rheininsel bei Bingen. Der Sage nach soll ein Erzbischof zur Strafe für die Verbrennung von Hungernden dort von Mäusen aufgefressen worden sein.

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Datum: 28.12.2006