
Zu Rheinland-Pfalz gehört auch der bekannteste Teil des Rheines, über dem sich die Loreley das goldene Haar kämmt, wo sich der Rhein nur auf Wein reimen kann und auf sonst gar nichts, wo es so herrlich romantisch ist. Kein Wunder, dass das Mittelrheintal zum Weltnaturerbe erklärt worden ist. Hier stehen die Burgen und Dome, Attraktionen für Touristen, Zeugen der vergangenen Macht des Adels. Etwas weiter rheinaufwärts liegt Ludwigshafen, dieser Industriegigant, dessen Erzeugnisse für den Fortschritt stehen und für den Wohlstand vieler.
Der größte Sohn der Stadt, der Philosoph Ernst Bloch, schrieb einmal, Heimat sei das, was allen in die Kindheit scheint und worin doch noch niemand war. Heimat also gibt es und gibt es doch nicht. Heimat ist heute die Welt, deren Globalität wir täglich erfahren und auch zu nutzen verstehen, aber es sind auch die Weinreben und die Dome und der bei Worms im Rhein versenkte Schatz der Nibelungen. Es ist also auch das heilige Grün, das schon Hölderlin erfrischt und zum Jüngling umgewandelt hat. Nicht nur ihn.