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DEUTSCHE G8-PRÄSIDENTSCHAFT

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Daten und Fakten

 

Baden-Württemberg ist sowohl mit seiner Fläche von 35 752 Quadratkilometern als auch mit seinen heute 10,6 Millionen Einwohnern (davon knapp 1,3 Millionen Ausländer) das drittgrößte der 16 deutschen Bundesländer. Es grenzt im Westen an Frankreich, im Süden an die Schweiz und – über den Bodensee hinweg – an Österreich. Landeshauptstadt ist Stuttgart (587 000 Einwohner), weitere große Städte sind Mannheim, Karlsruhe und Freiburg. Die Landesregierung stellt eine Koalition aus CDU und FDP/DVP. Seit 2005 ist Günther Oettinger (CDU) Ministerpräsident.
www.baden-wuerttemberg.de

Geschichte

Bis 1945 gab es im Gebiet des heutigen Baden-Württembergs drei Länder: Württemberg, Baden und Württemberg-Hohenzollern mit eigener Geschichte und eigenem Selbstverständnis. Ein gemeinsames Bundesland haben sich die Schwaben und Badener (und die Kurpfälzer, Franken und Alemannen) dann drei Jahre nach der Gründung der Bundesrepublik selbst geschaffen: durch Volksabstimmung. 1952 entschieden sie sich mit 70 Prozent Mehrheit drei Landesteile zu einem zusammenzufassen: Baden-Württemberg. Über die Geschichte im Südwesten Deutschlands informiert das im Dezember 2002 eröffnete „Haus der Geschichte Baden-Württemberg“ in Stuttgart.
www.hdgbw.de

Wirtschaft

Baden-Württemberg ist arm an natürlichen Ressourcen, aber reich an Ideen – ein Land der Erfinder. Namen wie Gottlieb Daimler, Carl Benz oder Robert Bosch sprechen für sich. Neben den traditionellen Stärken im Fahrzeug- und Maschinenbau ist Baden-Württemberg aber auch Spitze bei den rasch wachsenden TIME-Branchen Telekommunikation, Informationstechnologie, Medien und Elektronik. Die Kreativität seiner Bewohner hat das Bundesland zu Europas Hightech-Standort Nummer eins gemacht. Die Wirtschaftskraft übertrifft heute die von Belgien, Schweden oder Österreich; das Exportvolumen ist größer als das der Schweiz.
www.bw-invest.de

Unternehmen

Die Liste der Unternehmen liest sich wie das Who is Who der deutschen Wirtschaft: Bosch, Boss, DaimlerChrysler, Dornier, Heidelberger Druckmaschinen, Porsche, SAP, Stihl, Trumpf, Voith, Würth oder Zeiss sind in Baden-Württemberg beheimatet.

Forschung

Baden-Württemberg liegt mit den Forschungsausgaben gemessen am Bruttoinlandsprodukt über den Werten von Japan und den USA. Kein Bundesland verfügt über ein dichteres Netz an Forschungseinrichtungen und nirgendwo in Deutschland gibt es mehr Patentanmeldungen pro Kopf der Bevölkerung als in Baden-Württemberg.

Kunst und Kultur

Stolz sind die Baden-Württemberger auf die mit rund 1000 kommunalen und privaten Museen höchste Museumsdichte in Deutschland. Oft sind nicht nur die zum Teil einzigartigen Sammlungen, sondern allein schon die Gebäude eine Besichtigung wert: Das Vitra Design Museum in Weil am Rhein baute US-Architekturstar Frank O. Gehry, die Neue Staatsgalerie in Stuttgart ist ein Werk des Briten James Stirling. Einen originellen Ansatz verfolgt das Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe mit der Verschmelzung von künstlerischem Ausdruck und Informationstechnologie. Ein Beispiel für gelungenes Mäzenatentum ist das Museum Würth: Gesponsert vom Schraubenhersteller Würth zeigt das Haus moderne und zeitgenössische Kunst auf hohem Niveau. Drei Staatliche Kunsthochschulen sorgen für den nötigen kreativen Nachwuchs.

Theater, Musik, Literatur

Ein besonderes Abonnement scheint das Staatstheater Stuttgart zu haben: Zum vierten Mal in fünf Jahren ist das Haus von Kritikern 2002 zur „Oper des Jahres“ gewählt worden. Auch das Stuttgarter Ballett – gegründet von John Cranko – und die Internationale Bach-Akademie genießen weltweit einen hervorragenden Ruf. Insgesamt hat Baden-Württemberg zwei Staatstheater, drei Landesbühnen, neun Kommunaltheater, 42 private Kleintheater, 100 freie Theater, 15 Theaterfestivals, acht Orchester und 14 Musikfestspiele zu bieten. Und sowieso hat Kultur hier Tradition: Friedrich Schiller, Friedrich Hölderlin, Wilhelm Hauff und Hermann Hesse stammen aus Baden-Württemberg.



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Datum: 05.01.2007